Bei Auslandsreisen und nicht Muttersprachlern in Deutschland empfiehlt es sich die wichtigsten Begriffe rund um den Diabetes mellitus in der jeweiligen Landessprache zur Hand zu haben. Der Diabetes-Dolmetscher hilft Ihnen dabei.

Verstehen Sie Diabetes? Hilfe für Migranten notwendig - wo gibt es welche Hilfsangebote? Diyabet'i anlıyormusunuz? Göçmenler için yardım - Nerede hanki yardımı bulabilirim?

Experten-Chat mit Dr. Parmakerli/Dr. med. Batuhan Parmakerli 8 nisan' da Uzman sohbetinde

Dr. Parmakerli
Dr. Parmakerli

Am 8. April 2010 findet unsere Experten-Sprechstunde mit Dr. med. Batuhan Parmakerli zum Thema "Verstehen Sie Diabetes? Hilfe für Migranten notwendig - wo gibt es welche Hilfsangebote?" statt. Er beantwortet Ihre Fragen live am Donnerstag, den 8. April zwischen 17 und 19 Uhr.

Şeker hastası göçmenlere almanya'da daha iyi bir bakım sağlamak

Yapılan bir araştırmaya göre şeker hastası göçmenlerin sadece 15% ' i diyabet'in ne olduğunu biliyor. Çoğu hasta ensülin ile kan şekeri arasındaki olan basit bağlantıyı bile tanımlıyamazken, uzmanlar bunun sebebinin diyabet eğitiminin olduğunu ileri sürüyor. Çünkü bu eğitimler hastalığa maruz kalanların kültürel ve dil engellerini dikkate almiyorlar. Hanki hataların sıkca yapıldığını ve göçmenlerin hanki alanlarda yardım aldığını, alman diyabet derneği'nin (DGG) diyabet ve göçmen işbirligi Başkanı Dr. med. Batuhan Parmakerli diabetesDE 'nin gelecek uzman sohbetinde açıklayacak. Merak edenler sorularını 26 mart 2010 a kadar ulaştırabilirler. 

Protokoll der Sprechstunde

Tanja B. fragt:

Hallo Herr Dr. Parmakerli, ich bin Lehrerin an einer Grundschule. Im Unterricht möchte ich meinen Schülern die Bedeutung gesunder Ernährung und Bewegung als Vorbeugung von Übergewicht vermitteln. Wie erreiche ich damit am besten auch Kinder von Migranten, die ja doch einen anderen Kultur- und Ernährungshintergrund haben?

Dr. Parmakerli:

Liebe Frau B., schauen Sie mal hier nach: www.aid.de

Hatice fragt:

Benim olum (4 yanda) eker hastal ihtimal verildi. Bana tavsiyeniz, hangi Doktora gitmemdir? Birde okullunu haberdar etmem gerekiyormu?

Dr. Parmakerli:

Sayin Hatice B., oglunuz 4 yasinda ise ve seker hastasi ise, o zaman ana okulu bunu bilmesi sart. Ama daha hastaligi kesinlesmedi ise yörenizdeki cocuk hastanesi veya cocuk diyabet uzmanina (Kinderdiabetologie) basvurmaniz lazim.

Birgit K. fragt:

Wie kann es denn sein, dass Migranten doppelt so häufig Diabetes bekommen? Sind das nur die in Deutschland leben oder ist die Zahl der Betroffenen auch schon in den Heimatländern höher? Welche Länder sind am meisten betroffen?

Dr. Parmakerli:

Diese Zahlen kann ich nicht bestätigen. 
Was die Migranten anbetrifft, sind alle Zahlen, die kursieren nicht valide. Sie sind bisher "Vermutungen". Die einzige Studie hierzu von Giessen (LAUBE et al., Diab. u. Stoffwechsel 10, 52 2001) hat Mängel und ist methodisch nicht nachvollziehbar. Z.B. wird von anderen Fachleuten folgende Bewertung abgegeben: "die Methodik der Datenerhebung ist schwer durchschaubar, desgleichen die Adjustierung auf die Altersverteilung der hessischen nichttürkischen und Türkischen Bevölkerung", siehe auch den Kommentar in Diabetologie und Stoffwechsel 2007. Auch der Gesundheitsbericht Diabetes 2010 ( S. 136ff) geht davon aus, dass weitere Studien benötigt werden, um sichere Aussagen treffen zu können.

Zu Ihrer Frage, ob es internationale Unterschiede der Diabetes-Inzidenzen gibt, möchte ich Sie auf eine Studie hinweisen, die 2004 das Ernährungsverhalten und Übergewicht analysiert hat: "Ernährungsverhalten und Übergewicht: Untersuchungen in den MONICA/KORA-Studien
Diet and Obesity: Investigations in the MONICA/KORA Studies
" . Die Studie vergleicht Trends in der Häufigkeit von Adipositas von Männern und Frauen zwischen 35 und 64 Jahren Mitte der 80er Jahre in den Länder: Schweden, Italien, Spanien, Frankreich, Schweiz, Polen und in der Region Augsburg. In diesem internationalen Vergleich wiesen die Männer der Region Augsburg den zweithöchsten durchschnittlichen BMI auf. Die Frauen lagen im oberen Mittelfeld, deutlich übertroffen von Frauen aus Ländern des ehemaligen Ostblocks.

Kamelya fragt:

Alman kanununa göre ne olabilir? Bende Düşük şeker varsa? Düşük şekkere rahmen direksiyon daysam? şekkere rahmen Araba kullana bilirmiyim?

Ben eker hastasi olararak?

Dr. Parmakerli:

Sehr geehrte Kamelya,
Sayin Kamelya,
 
seker hastasi olarak araba kullanmak genel olarak yasak degil, ama insülin ve benzeri ilaclar kullaniyorsaniz
sekerinizin düsmemesini garantilemeniz lazim. Bunun icin tüm önlemleri sizin almaniz gerek, eger bir kaza olursa sorumluluk size yüklenebilir, o zaman sizin her önemli alip sucsuz oldugunuzu ispatlamaniz gerekli. Siz nasil tedavi görüyorsunuz? hangi ilaclari kullaniyorsunuz?

Kamelya fragt:

Ben kendime ensülin enjeksiyonu yapıyorum: Novorapid, Levemir

Dr. Parmakerli:

Sayin Kamelya, günde kac kere ve ne kadar insülin yapiyorsunuz? Her araba kullanmadan önce sekerinizi ölcmeniz gerek, yaniniza her zaman arabaya üzüm sekeri v.b. hizli seker cinslerini almaniz sart. Arabayi meslek icabi mi kullaniyorsunuz?

Melanie R. fragt:

Betreff:   Schulungsprogramm für Diabetesassistenten?
Sehr geehrter Dr. Parmakerli, in meiner Funktion als Diabetesassistentin betreue ich immer mehr Migranten. Viele meiner meist türkischen Diabetiker/innen haben Schwierigkeiten mit dem Diabetes-Selbstmangement. Gerne würde ich meine Patienten besser unterstützten. Gibt es Schulungen für Diabetesassistenten, die mir vermitteln wie ich die unterschiedliche Mentalität, Religion, Kultur und das andere Krankheitsverständnis besser berücksichtigen kann? 

Dr. Parmakerli:

Sehr geehrte Frau R., eine flächendeckende, strukturierte Schulung zu diesem Thema existiert noch nicht. Es gibt viele regionale, einzelne Personen oder Verbände, die interkulturelle trainings anbieten. Z.B. bietet der ADBW didact regelmäßig Seminare in Stuttgart an, bei ADBW Kongressen bieten wir von Zeit zu Zeit Schulungen an. Fragen Sie bitte dort an: ADBW <info@adbw.de>

Uschi G. fragt:

Betreff:   Türkischsprechende Ärzte
Lieber Herr Dr. Parmakerli, neben mir im Haus wohnt eine nette türkische Familie, mit deren (erwachsenen) Kindern ich öfter Kontakt habe. Als ich neulich erwähnt habe, dass ich Krankenschwester bin, erzählten sie mir über den schlechten Gesundheitszustand ihrer älteren Mutter. Laut den Schilderungen halte ich es für möglich, wenn nicht sogar für wahrscheinlich, dass sie an Diabetes Typ 2 erkrankt ist. Leider spricht sie nur schlecht Deutsch und ist bis dato nicht dazu zu bewegen, einen deutschen Arzt aufzusuchen. Einen türkischsprechenden kenne ich hier in der ländlichen Umgebung rund um Hannover jedoch leider nicht. Haben Sie eine Idee, wie ich jemanden finden könnte oder mit welchen Argumenten die Mutter doch zu einem Arztbesuch bereit wäre? Wie man also am besten "interkulturell" vorgehen könnte?

Dr. Parmakerli:

Liebe Frau G.,
 
bitte schauen Sie unter www.doktorlar24.de/nc/de/aerzteverzeichnis/suchergebnisse/ nach, dort finden Sie türkische Ärzte in/ um Hannover.

Patrizia D. fragt:

Betreff:   Vater hat Zucker
Sehr geehrter Herr Doktor, könnten Sie mir eine Kontaktadresse nennen, wo man Informationen auf Italienisch erhält? Leider versteht mein Vater nicht so gut deutsch, er bräuchte aber Hilfe.
Vielen Dank für Ihre Hilfe

Dr. Parmakerli:

Sehr geehrte Frau D., ich kenne Ihre Region nicht, daher kann ich nicht auf Ihre Frage befriedigend antworten. In Mannheim ist Dr. Schilp als Diabetologe tätig, der italienisch spricht. Seine Nummer lautet Tel. 0621-34448.

Silke S. fragt:

Lieber Herr Dr. Parmakerli, ich bin selbst in der Diabetesberatung tätig und habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass eine Information über Bildmaterial bei Migranten (in meinem Fall vor allem aus Russland) ganz gut funktioniert. Gern würde ich diesen Ansatz weiter verfolgen und in Zukunft auch Videos/DVDs einsetzen. Das wäre insofern optimal, als dass hier die Bilder auch durch einen Sprecher (in der Muttersprache) ergänzt würden. Denn mein Russisch beschränkt sich eben doch nur auf die Grundbegriffe... Gibt es solche Filme? Wenn ja, wo kann diese in Russisch (und evtl. auch Polnisch) bestellen? Vielen Dank.

Dr. Parmakerli:

Liebe Frau Silke S., Sie haben vollkommen Recht, dass Bilder eine große Hilfe sind. Leider gibt es noch keine bewegten Bilder (Video/DVD). Aber wir arbeiten daran.

Onur fragt:

Meine Familie macht jedes Jahr Ramadan. Mein Vater hat Diabetes 2 seit einem Jahren und hat im letzten Jahr deshalb kein Ramadan gemacht. Kann er es mit Tabletten probieren? Sein Arzt hat ihm erklärt, dass er die Medikamente umstellen muss und rät eher davon ab. Mein Vater meint auch es ist zu kompliziert und vielleicht gefährlich.

Dr. Parmakerli:

Sehr geehrter Onur, ein Moslem sollte wissen, dass er, wenn er krank ist, gemäß der Religion nicht gezwungen ist zu fasten. Wenn er  trotzdem fastet, muss er natürlich das mit seinem Diabetologen absprechen.

Leander B. fragt:

Lieber Herr Dr. Parmakerli, ich suche Infoseiten über Diabetes für Migranten im Internet. Finde aber immer nur die Forderung, dass es mehr und bessere Infos geben soll. Gibt es denn schon was und wenn ja wo??? Ich wäre interessiert an Infos auf Italienisch und Türkisch.
Vielen Dank L.B.

Dr. Parmakerli:

Sehr geehrter Herr Baumeister, Sie haben Recht. Infoseiten für Migranten gibt es zwar sehr viele, aber sie sind meist lokale, private Initiativen. Sie sind auch nicht speziell zum Thema Diabetes. Die Forderung wird folgerichtig allseits erhoben, dass es bessere, strukturierte, interaktive und standartisierte Informationen geben sollte. Solche Seiten benötigen Resourcen (Geld, Fachleute etc.), die zur Zeit nicht zur Verfügung stehen. So muß sich leider jeder selbst helfen und die Informationen zusammensuchen. Eine Vernetzung der Aktiven wäre wünschenswert, dazu gibt es die Gelegenheit im Rahmen der diabetes DE bzw. DDG oder VDBD oder der Selbsthilfegruppen vor Ort oder der AG Diabetes und Migranten der DDG, wenn Sie DDG Mitglied sind.

? fragt:

Wie finde ich einen türkisch sprachigen Arzt für meine Oma? Er sollte auf Diabetes spezialisiert sein in der Nähe von Braunschweig. Sie geht nur selten zum Hausarzt und versteht nicht alles. Ich bin mir deshlab nicht sicher, ob sie die Medikamente überhaupt richtig nimmt.

Dr. Parmakerli:

bitte schauen Sie hier nach: www.doktorlar24.de/nc/de/aerzteverzeichnis/suchergebnisse/

Sabine S. fragt:

Betreff:   Info-Material für Migranten
Sehr geehrter Dr. Parmakerli, wo finde ich (kostengünstiges) Schulungsmaterial für MigrantInnen? Die üblichen Broschüren der Pharmafirmen sind zu textlastig; und es reicht meiner Meinung nach nicht aus, medias 2 einfach ins Türkische zu übersetzen. Da erreiche ich die vorwiegend älteren (türkischen )Teilnehmer der ersten Generation nicht.
Über die BKK-Gesundheit bekomme ich  keine Folien, denn Folien/Infomaterial wird nur für die "eigenen" Integrationslotsen zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank für die Antwort.

Dr. Parmakerli:

Sehr geehrte Frau S., fast alle Pharmafirmen geben ihre Broschüren zum Thema Diabetes umsonst ab. Jeder, der in diesem Bereich sich daran macht Diabetiker oder andere Patienten zu lotsen sollte das aber wissen. Wie kommt es, dass Sie so wenig darüber informiert sind als "ehrenamtliche Integrationslotsin", wie sie bereits 2008 mir schrieben. Besser wäre es, wenn Sie die Migranten an die Fachleute heranführen würden und nicht selbst versuchen sie zu informieren.