SHG Rhein-Erft-Kreis (B.B.E.e.V.)
Wie alles begann...
Am 19. November 1999 beim ersten Treffen im Krankenhaus Maria-Hilf Bergheim kamen auf anhieb 34 Personen. Um den Kontakt zu vertiefen, treffen sich die Diabetiker seitdem einmal im Monat. Meist gibt es einen Vortrag, der sich mit einem der vielen Aspekte des Diabetes beschäftigt, z.B. mit gesunder Ernährung, der richtigen Fußpflege und geeigneten Schuhen, mit Diabetes im Alter und Folgeschäden an den Augen und Nerven. Die Teilnahme am Treffen ist kostenlos. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied.
Aufregend war damals das kräftezehrenden Ringen um die Vereinsstatuten, sondern auch das Erleben anderer Diabetiker und deren Wahrnehmung von Krankheit, Hypos usw. Mit Möglichkeiten der Blutzucker-Selbstkontrolle kam die Erkenntnis, dass sich die Insulintherapie verbessert hat. Zu den Blutzuckerwerten und Insulinwirkung gab es mehr Fragen als Antworten. Aber über allem Therapiefrust stand die neue Erfahrung, dass es andere Diabetiker gibt mit ähnlichen Gedanken, die auch auf der Suche nach besseren Lösungen sind.
Im Zentrum der Treffen stand damals ebenso wie heute der Austausch von Erfahrungen und Tipps. Entgegen allem Unken, wir seien als Unabhängige der Diabetesszene sowieso nicht lange überleben können, gibt es unsere Diabetes Selbsthilfegruppen B.B.E.e.V. heute noch – umfangreicher und mit steigenden Mitgliederzahlen.
Und noch was haben wir in 10 Jahren geschafft: Gab es anfangs wenige Ärzte, die die Selbstständigkeit der Diabetiker unterstützt und Informationen weitergegeben haben, sind es heute viele, die ihre Patienten auch unsere Diabetes-Selbsthilfegruppen empfehlen. Das Überleben und die Anerkennung war und ist nur durch unsere aktiven Betroffenen und dessen Angehörige möglich. Die Themen ändern sich aus medizinischer Sicht, als auch aus technischer Entwicklung und mit deren Auswirkungen auf dem individuellen Umgang mit dem Diabetes.
Die Gruppe heute
Der Mitgliederkreis geht inzwischen weit über den regionalen Bereich hinaus und erstreckt sich über das ganze Bundesgebiet bis zum benachbarten Ausland. Viele Diabetiker werden durch unsere Homepage auf uns aufmerksam. In regelmäßigen Abständen finden Zusammenkünfte der Betroffenen und dessen Angehörige statt, bei denen Gesundheits-Referenten zu Wort kommen, die neueste wissenschaftliche Erkenntnisse vermitteln. Das schafft Verständnis für die Probleme der anderen, wenn es um Unterzuckerungen oder das leidige Thema Übergewicht geht. Dabei hat es innerhalb der Gruppe keine Bedeutung, ob einer Typ-1- oder Typ-2-Diabetiker ist.
Seit 2008 geht es mit etwa 20 Betroffenen jede Woche zum Diabetikersport. Ein besonders geschulter Übungsleiter sorgt für dosierte Bewegung, sodass auch Blutzucker und Puls im Normbereich sind. Die Teilnahme an der Sportgruppe ist kostenpflichtig, aber das Geld ist sicherlich gut angelegt.
Die Gruppentreffen und auch andere Veranstaltungen zu planen, bedeutet viel Arbeit, die ehrenamtlich von einem Team geleistet wird. Da müssen kompetente Referenten gesucht, Faltblätter gedruckt und Informationen an die Presse gegeben werden. Andere sorgen dafür, dass die Programme in Arztpraxen, Apotheken und bei den Krankenkassen ausliegen.
Diabetiker sind oft schwer zu motivieren, aber ein Besuch der Selbsthilfegruppe lohnt sich. In der Selbsthilfegruppe hat man mehr Zeit zum Reden als beim Gespräch mit dem Arzt. Die Erfahrungen im Laufe der Jahre haben gezeigt, dass die Selbsthilfe von allen Betroffenen und inzwischen auch von manchen Medizinern sehr positiv aufgenommen wird.



