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Etwa ein Drittel der Menschen mit Diabetes leidet wegen einem zu hohem Blutzuckerspiegel unter Funktionsstörungen der Haut.

Immer wiederkehrende Furunkel oder Soor können bei einem bislang noch nicht diagnostizierten Patienten erste Anzeichen für Diabetes sein.

22. Februar 2011 Berlin - Schlechte Stoffwechseleinstellung fördert dermatologische Veränderungen ...mehr

Hautbeschwerden

Ursache für Hautbeschwerden wie starken Juckreiz, Blasenbildung, Rötungen oder Furunkel kann eine schlecht eingestellte Diabeteserkrankung sein. Diabetiker sollten daher eine möglichst gute Stoffwechseleinstellung anstreben und ihre empfindliche Haut pflegen.
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Eine schlechte Stoffwechseleinstellung fördert krankhafte Hautveränderungen.

Ursache für Hautbeschwerden wie starken Juckreiz, Blasenbildung, Rötungen, Fältchen oder Furunkel kann eine schlecht eingestellte Diabeteserkrankung sein. Diabetiker sollten daher eine möglichst gute Stoffwechseleinstellung anstreben und ihre empfindliche Haut pflegen.

Ist der Stoffwechsel gut eingestellt, sind Menschen mit Diabetes nicht anfälliger für Pilz- und andere Hautinfektionen als Gesunde. Doch etwa ein Drittel von ihnen leidet wegen einem zu hohem Blutzuckerspiegel unter Funktionsstörungen der Haut.

Ursachen

  • Bei einem Insulinmangel oder einer Insulinresistenz scheidet der Körper vermehrt Flüssigkeit über den Urin aus.
  • Talg- und Schweißdrüsen der Haut produzieren aufgrund von Nervenschädigungen weniger Fett und Feuchtigkeit. Dadurch trocknet die Haut stark aus. Sie juckt, bildet vermehrt Schuppen, wird rissig und verliert ihre Schutzfunktion. Erreger können leichter eindringen und sich vermehren. Die Hefepilzinfektion Soor beispielsweise tritt bei Menschen mit Diabetes gehäuft auf. Sie äußert sich durch weißliche Beläge auf der Mundschleimhaut.
  • Auch von bakteriellen Infektionen sind Diabetiker öfter betroffen. Staphylokokken lassen Furunkel, kleine eitergefüllte Knötchen, in der Haut entstehen. Immer wiederkehrende Furunkel oder Soor können bei einem bislang noch nicht diagnostizierten Patienten deshalb erste Anzeichen für Diabetes sein.

 

Welche verschiedenen Hautveränderungen treten auf?

Eine der häufigsten Hautveränderungen bei Diabetikern ist die „diabetische Dermopathie“. Charakteristisch dafür sind kleine dunkelrote Flecken und schmerzhafte Knötchen an den Schienbeinen und Knöcheln.

Eine weitere Hautkrankheit ist die sogenannte „Necrobiosis lipoidica diabeticorum“. Dabei handelt es sich um zunächst rotfleckige, später braun-gelbliche Hautveränderungen, die ebenfalls meist an den Schienbeinen auftreten.

Auch die „Acanthosis nigricans“ ist typisch: Hier bilden sich in den Achselhöhlen, am Nacken oder in der Leiste bräunliche erhabene Flecken. Als Ursache hierfür wird die erhöhte Insulinausschüttung bei Insulinresistenz vermutet.

Prävention

Um Hautbeschwerden vorzubeugen, sollten Diabetiker deshalb:

  • mindestens zwei Liter ungezuckerte Getränke am Tag trinken
  • lange Wannenbäder in heißem Wasser vermeiden
  • stattdessen nur kurz unter warmem Wasser mit milder Seife duschen
  • und hinterher ein feuchtigkeitsspendendes Pflegeprodukt auftragen
  • Insbesondere die Füße benötigen tägliche Pflege und Kontrolle, damit nicht durch unbemerkte Verletzungen ein diabetisches Fußsyndrom entsteht.

Hautveränderungen und Auffälligkeiten sollten Diabetes-Patienten ihrem Diabetologen oder Dermatologen stets zeigen und behandeln lassen, selbst wenn sie noch keine Schmerzen oder andere Beschwerden spüren.

 

Quelle: diabetesDE-Pressemitteilung