Checkliste für Menschen mit einem neu diagnostizierten Diabetes Typ 2
1. Gehen Sie regelmäßig zu Ihrem behandelnden Arzt
...um einmal im Quartal folgende Messungen vornehmen zu lassen:
- Gewicht / Taillenumfang
- Blutdruck (nach 5 Minuten Ruhe)
- Mittlerer Blutzucker-Wert der letzen Monate zur Langzeitkontrolle Ihres Kohlenhydratstoffwechels (HbA1c-Wert)
...und besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, welche weiteren Untersuchungen empfehlenswert sind, um Folgeerkrankungen des Diabetes an den Blutgefäßen, Nieren, Augen oder Nerven frühzeitig zu erkennen. Jährlich kontrolliert werden sollten:
- Blutfett-Werte (Gesamt-Cholesterin, HDL-/LDL-Cholesterin, Triglyzeride)
- Blutgefäße/Arterien – besonders an den Beinen
- Albumin im Urin (Mikro-/Makroalbuminurie)
- Kreatinin in Blut und Urin (S-Kreatinin/eGFR)
- Augenärztliche Kontrolluntersuchung
Der Diabetes Pass hilft Ihnen, bei den verschiedenen Untersuchungen den Überblick zu bewahren. Wenn Sie noch keinen haben, können Sie ihn hier bestellen
2. Besprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam (Arzt, Diabetesberater/in, Diätassistent/in) Ihre Wünsche, Ziele und Erwartungen an die Therapie.
3. Informieren Sie sich über mögliche Begleitkrankungen und Folgeerkrankungen bei Diabetes, um Warnzeichen früh zu erkennen.
4. Nehmen Sie an einer Diabetikerschulung teil.
Hier erfahren Sie von ausgewiesenen Experten alles, was Sie für ein gutes Leben mit Diabetes wissen sollten. Darüber hinaus können Sie sich auch über Ratgeber, Zeitschriften (z. B. Diabetes-Journal), über das diabetesDE Gesundheitstelefon oder das Internet informieren.
5. Diabetes ist eine Krankheit, für die niemand etwas kann. Doch wie gut es Ihnen mit Diabetes geht, haben Sie zum Teil selbst in der Hand: Wenn Sie eigeninitiativ und eigenverantwortlich an der Behandlung mitarbeiten, wird es Ihnen deutlich besser gehen.
6. Versuchen Sie, sich regelmäßig zu bewegen.
Das verbessert Ihre Blutzuckerwerte. Der Beginn einer Tabletten- oder Insulintherapie kann damit oft verzögert werden. Wenn Sie körperliche Anstrengung und Sport nicht mögen, so machen Sie doch Gehen, Treppensteigen und Wandern zu Ihrem Sport.

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7. Die gute Nachricht: Als Diabetiker dürfen Sie alles essen. Sie sollten allerdings auf eine ausgewogene Ernährung achten.
Vorbild für eine gesunde und leckere Ernährung ist beispielsweise die traditionelle Küche der Mittelmeerländer:
- viel Gemüse in verschiedenen Farben
- ausgewählte Getreideprodukte
- hochwertiges Olivenöl
- großzügig Gewürze, wenig Salz
- wenig tierische Fette
- wenig Fleisch, häufiger Fisch
- wenig Zucker, viel Obst ( dafür eine Vielfalt von Früchten )
Das tut nicht nur gut, das schmeckt auch: Viele tolle Rezeptideen finden Sie hier.
8. Sollten Sie am Anfang unsicher sein, wie viel Sie essen dürfen, nutzen Sie eine Waage für die Speisen, bis Sie die Portionen richtig einschätzen können.
9. Hände weg von so genannten Diabetiker-Lebensmitteln. Sie sind teuer und bringen Ihnen keinen Nutzen.
10. Trinken Sie möglichst wenig Alkohol. Denn Alkohol hat unmittelbar Auswirkungen auf Ihren Blutzucker.
11. Falls Sie rauchen, versuchen Sie, weniger zu rauchen. Oder noch besser: Hören Sie ganz auf.
12. Ihr Blutdruck sollte unter 130/85 mmHg liegen.
Für einen guten Blutdruck ist es von Vorteil, zu viel Salz zu vermeiden und beispielsweise auf zusätzliches Salz für Ihre Speisen zu verzichten.

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13. Kommen bei Ihnen negative Emotionen wegen Ihrer Erkrankung auf, suchen Sie das Gespräch mit Menschen, die wie Sie an Diabetes erkrankt sind.
Garantiert finden Sie viele mit ganz ähnlichen Fragen und Problemen: Online-Foren wie auf dieser Seite oder Selbsthilfegruppen sind hierbei eine große Hilfe.
14. Sie können mit Diabetes ein ganz unbeschwertes Leben führen:
Sie können sich genussvoll ernähren, Sport treiben, reisen, beruflich aktiv sein. Sie müssen nur ein bisschen mehr dafür tun. Dabei lässt Sie diabetesDE nicht allein. Wollen Sie Mitglied werden, dann können Sie sich hier Ihre Mitglieds- Vorteile sichern.

