Maturity Onset Diabetes of the Young (MODY)
MODY steht übersetzt für „Erwachsenendiabetes, der bei Jugendlichen auftritt“.
MODY wird autosomal-dominant vererbt und tritt typischerweise vor dem 25. Lebensjahr familiär gehäuft auf. Er resultiert primär aus einem Defekt der Beta-Zell-Funktion aufgrund von Mutationen in sechs Genen.
MODY beginnt schleichend. Die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse produzieren erst nach einer gewissen Zeit nicht mehr ausreichend Insulin. Sie sprechen aber meist normal auf Insulin an. Betroffene müssen daher häufig von Anfang an blutzuckersenkende Tabletten einnehmen und nach einigen Jahren Insulin spritzen. Abhängig vom MODY-Typ kann auch eine Diät helfen.
Die typischen Diabeteskomplikationen treten weitaus seltener auf als beim "normalen Diabetes Tap 1 und 2".
Mittlerweile sind sechs MODY-Typen in ihrer genetischen Ursache charakterisiert.
Die häufigsten MODY-Formen sind der sogenannte MODY-Typ-2, eine Mutation im Glukokinase-Gen auf Chromosom 7, und der MODY-Typ-3, der auf einer Mutation im Gen eines Transkriptionsfaktor auf Chromosom 12 beruht.

