Bergsteigen - Schritt für Schritt hoch hinaus

Bergsteigen

In der freien Natur Gipfel erklimmen, fernab von lauten Ballungszentren und sich dabei etwas Gutes tun. Bergsteigen vereint all diese angenehmen Aspekte. Die Sportart zählt als anspruchsvolle Form des Wanderns und galt lange als ungeeignet bei Diabetes.

Mit einer guten Blutzuckereinstellung, Vorbereitung und hilfreicher Begleitung können Menschen mit Diabetes genauso auf Berge steigen wie Stoffwechselgesunde. Bergsteigen ist sehr anspruchsvoll für das Herz-Kreislauf-System und die Füße. Besprechen Sie vorher unbedingt mit Ihrem Arzt, ob Sie gefahrenlos auf Berge steigen dürfen.

Mann Wandern

Eine Tour dauert meist mehrere Stunden, deswegen ist es notwendig, vorher und dabei gut und kohlenhydratreich, mit vielen Ballaststoffen zu essen. Genauso wesentlich ist die Anpassung der Insulinmenge. Teilen Sie sich Kräfte und Proviant gut ein. Für die Ausrüstung sind feste (diabetesgerechte!) Wanderschuhe absolut notwendig. Zusätzlich können Wanderstöcke und Sicherungen helfen. In einem Rucksack lässt sich warme Kleidung, Proviant, das Diabetesset und Kartenmaterial verstauen.  

Schon ab einer Höhe von 2500 m können sich bei nicht akklimatisierten Bergsteigern Symptome einer Höhenkrankheit zeigen, die mitunter denen der Hypo- oder Hyperglykämie sehr ähnlich sind. Daher sollten Sie auf die Signale des Körpers hören und natürlich den Blutzucker eng im Auge behalten. Ab einer Höhe von 3000 m sollte man zudem vorab prüfen, ob das Blutzuckermessgerät für größere Höhen zugelassen ist. Die Informationen gibt es in der jeweiligen Bedienungsanleitung bzw. direkt beim Hersteller. Beobachten Sie vor dem Start den Glukosetrend und halten Sie während des Aufstiegs zuckerhaltige Lebensmittel bereit, sagen Sie den Mitwanderern vorher, wie sie helfen können. Auch beim Abstieg wird noch viel Energie verbraucht und im Laufe der folgenden Nacht und sogar des Folgetages kann der Muskelauffülleffekt sich bemerkbar machen.

  • Sportcheck, besprechen Sie mit Ihrem Arzt vorab Ihre Pläne
  • Vorkenntnisse und Grundkondition nötig, unter guter Anleitung beginnen
  • Effektive Sportart in der Natur
  • Trainiert den ganzen Körper
  • Verbessert Muskulatur, Ausdauer und Herz-Kreislauf-System
  • Schwerpunkt auf Beinarbeit
  • Verbrauch: 640 kcal/Stunde (MET berechnen)

 

[Stand Juni 2019, CL]
Quellen:
Ulrike Thurm, Bernhard Gehr – Diabetes- und Sportfibel, 4. Auflage, Kirchheim Verlag.
https://hoehenmedizin.org/bergsport-und-diabetes/. Zugriff am 21.02.2019.
https://www.diabsite.de/aktuelles/nachrichten/2013/130418b.html. Zugriff am 21.02.2019.