Diabetes-Schuhe - was steht Menschen mit Diabetes zu?

Sportschuhe

Ralf Lobmann, erster Sprecher der AG Diabetischer Fuß in der DDG, erklärt:

Weichbetteinlage:
"Verorndet ein Arzt Weichbetteinlagen zur Prophylaxe, zahl der Patient mindestens fünf, höchstens jedoch 10 Euro dazu."

Diabetischer Schutzschuh mit Diabetes-adaptierter Weichbetteinlage:
"Für einen Schuh samt Weichbettung werden Diabetiker mit 60 bis 80 Euro zur Kasse gebeten. Sie haben Anspruch auf ein Paar Straßenschuhe plus Wechselbaar und ein Paar Hausschuhe. Alle zwei Jahre können neue Schuhe verordnet werden. Der Großteil der Diabetiker mit Fußproblemen ist damit gut versorgt."

Maßschuh
"Ein orthopädischer Maßschuh wird erst bei schweren Deformitäten verordnet, etwa einem Charcot-Fuß, Krallenzehen oder Teilamputation. Patienten  zahlen 60 bis 100 Euro zu. Ohne die Verordnung fallen Kosten von 1500 bis 2000 Euro an, da die Herstellung beim Orthopädie-Schuhtechniker sehr aufwendig ist."

Podologische Behandlung
"Risikopatienten, bei denen eine Neuropathie, also einen Nervenfunktionsstörung, und/oder eine Gefäßstörung vorliegt, verordnen Ärzte podologische Fußpflege. Die prophylaktische Behandlung trägt der Patient selbst. Ich halte diese Therapie für sehr wichtig."

 

Quelle:
Focus Diabetes Nr. 2, 2019. S. 34