eigentlich kein Sport - Yoga und Pilates

Yoga - herabschauender Hund

Eine Sportart, die von Hause aus nicht richtig als Sport zu bezeichnen ist. Yoga ist eine Form der Bewegung und dient der Verbindung von Körper und Geist. Dabei werden verschiedene Positionen (Asanas) ausgeübt und miteinander verbunden.

Je nach Position und Intensität wird der Körper gedehnt und gestärkt. Ein häufiger Schwerpunkt ist das Rückenyoga, die Übungen, die besonders die Rückenmuskulatur schonend aufbaut. Nach den Bewegungen folgt eine Endentspannung, die genauso Teil der Praxis ist. Pilates ist eine recht moderne Sportart aus dem 19. Jahrhundert und setzt den Fokus auf tieferliegende Muskeln im Oberkörper.

Stars wie Madonna schwören auf Pilates, das in den USA schon lange bekannt ist. Der Deutsche Joseph Hubertus Pilates (1880 – 1967) entwickelte das Bewegungsprogramm zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sanfte, harmonisch fließende Bewegungen vereinen Atemtechnik, Kraft, Koordination und Beweglichkeit. Dabei fordern sie gleichermaßen Körper und Geist heraus. Heute hat Pilates weltweit viele Anhänger. Die langsam und exakt ausgeführten Übungen auf einer Matte oder an Geräten beanspruchen vor allem die tiefliegende Muskulatur, die unsere Wirbelsäule und Gelenke unmittelbar umgibt. Dadurch eignet sich Pilates sehr gut auch als ganzheitliches Körpertraining für Menschen mit Diabetes. Es macht den Körper kraftvoller, geschmeidiger und verbessert seine Bewegungsmuster.

Yoga und Pilates sind in jedem Alter und in nahezu jeder körperlichen Verfassung möglich. Auch für Übergewichtige sind die Übungen mit Anpassungen auszuüben. Yogastudios bieten Kurse an, genauso wie Fitnessstudios oder von der Krankenkasse finanziell unterstützt in zertifizierten Kursen.

 

Weil Yoga und Pilates ohne Leistungsorientierung ausgeübt wird und jeder Praktizierende die Übungen in seiner gewünschten Intensität ausübt, sind starke Belastungen, die eine langfristige Ernährungs- und Insulinplanung voraussetzen, oft weniger notwendig. Eine gute Blutzuckereinstellung ist dennoch von Bedeutung, um die Praxis ohne Angst vor einer Unterzuckerung durchführen zu können. 

  • Ohne Vorkenntnisse, unter guter Anleitung beginnen
  • Sanftes Fitnesstraining ohne Leistungsorientierung
  • Steigerungen immer möglich
  • Trainiert den ganzen Körper
  • Verbessert Muskulatur, Dehnung und Herz-Kreislauf-System
  • Schwerpunkt: ganzer Körper in Einklang bringen
  • Verbrauch: sehr unterschiedlich, am besten mit MET berechnen

 

[Stand Juni 2019, CL]
Quellen:
Ulrike Thurm, Bernhard Gehr – Diabetes- und Sportfibel, 4. Auflage, Kirchheim Verlag
Ray Long - Yoga-Anatomie 3D: Band 2: Die Haltungen. 1. Auflage, Riva Verlag.
https://de.wikipedia.org/wiki/Asana. Zugriff am 21.02.2019.
https://mysugr.com/de/diabetes-und-yoga/. Zugriff am 21.02.2019.