Energie

Waagschale - Energie

Was ist Energie?
Was ist der Energiebedarf?
Und wie viel Energie braucht der Körper?
Was ist die Energiebilanz?
Was ist die Energiedichte?

Was ist Energie? 

Mit „Energie“ ist beim Essen natürlich nicht der Strom aus der Steckdose gemeint. „Energie“ meint hier die Kraft, die der Körper durch das Essen bekommt: Essen wird verdaut, anschließend im Stoffwechsel verarbeitet und die freigewordene Energie kann vom Körper genutzt werden. Umgangssprachlich sagt man, dass das Essen vom Körper „verbrannt“ wird. Die Energie lässt unser Herz schlagen, unsere Muskeln sich bewegen und unser Gehirn denken. Ohne Energie aus Essen könnten wir nicht leben. Sie wird in „Kilokalorien“ (= kcal) angegeben und steckt, außer in Wasser, in jedem Lebensmittel.

Was ist der Energiebedarf?

Beim Essen nehmen wir täglich Energie auf und mit jeder Bewegung, jedem Herzschlag und jedem Atemzug verbrauchen wir Energie. Der Körper verbraucht auch in Ruhe Energie, z.B. beim Schlafen. Das ist der „Ruheenergieverbrauch“ oder „Ruheumsatz“. Die Energie, die wir durch Bewegung verbrauchen wird „Leistungsumsatz“ genannt. Die täglich verbrauchte Energiemenge setzt sich aus dem Ruheenergieverbrauch und dem Leistungsumsatz zusammen und heißt „Energiebedarf“. Er hängt von vielen Faktoren wie Gewicht, Geschlecht, Körperzusammensetzung, Aktivitätslevel, uvm.) ab.

Und wie viel Energie braucht der Körper?

Wie viel Energie Ihr Körper verbraucht, richtet sich nach der Art und Umfang der Aktivitäten, die Sie ausführen. Berechnen Sie Ihren Energie-Bedarf einfach mit unserem Tool. Der PAL (Aktivitätslevel = engl. physical activity level) sagt etwas über Ihre Aktivität aus und steht für den Leistungsumsatz. Sitzen Sie viel und arbeiten z.B. im Büro, schauen Sie in der Tabelle nach dem PAL 1,4. PAL 1,6 steht für eine bewegungsintensivere Arbeit, bei der Sie sich auch zwischendurch bewegen, wie z.B. Schüler/Studenten/Laboranten. Wenn Sie während der Arbeitszeit vor allem stehen/gehen, z.B. Kellner/Handwerker/Verkäufer, schauen Sie in der Tabelle nach dem PAL 1,8. Grundsätzlich gilt: Je mehr Sie sich bewegen, desto mehr Energie braucht Ihr Körper.

Was ist die Energiebilanz? 

Die „Energiebilanz“ drückt aus, wie viel Energie am Ende des Tages übrigbleibt: Ist die Energiebilanz positiv, wurde mehr Energie aufgenommen als verbraucht. Die überschüssige Energie speichert der Körper in Form von Fett – das Gewicht steigt.

Bei einer negativen Energiebilanz wurde weniger Energie aufgenommen als verbraucht. Der Körper greift dann auf seine Reserven (die Fettpolster) zurück – das Gewicht sinkt.

Wenn Sie also Ihr Gewicht reduzieren möchten, müssen Sie dafür sorgen, dass Sie im Alltag eine negative Energiebilanz haben.

Was ist die Energiedichte?

Bei einer Ernährungsumstellung wird oft dazu geraten, zu Lebensmitteln mit einer geringen Energiedichte zu greifen. Was ist Energiedichte, wie kann ich sie berechnen und was sagt der Wert aus?

Mit Energiedichte ist der Wert beschrieben, wie viel Energie 1 g oder 1 ml des Lebensmittels liefert. Die Einheit dafür ist kcal/g. Sie können die Energiedichte mit Hilfe einer Nährwerttabelle berechnen, wie sie auf allen verpackten Lebensmitteln zu finden ist. Dazu nehmen sie die Angabe der kcal pro 100 g und teilen diesen Wert durch 100. So hat beispielsweise ein Naturjoghurt mit 1,5 % Fett 81 kcal pro 100 g. Seine Energiedichte liegt folglich bei 0,81 kcal/g.

Nahrungsmittel mit einer Energiedichte unter 1,5 kcal/g – dazu gehören Gemüse, Obst und fettarme Milchprodukte – sind sehr empfehlenswert. Lebensmittel mit einem Wert über 2,5 kcal/g hingegen, wie Chips, Cola oder Schokolade, sollten seltener und in kleineren Mengen verzehrt werden.

Bei der Auswahl der Lebensmittel sollten Sie aber nicht nur auf die Energiedichte achten. So haben Nüsse und Samen zwar eine hohe Energiedichte, beinhalten aber auch wichtige Fettsäuren und sollten daher trotzdem regelmäßig –jedoch in kleinen Mengen– auf dem Ernährungsplan stehen. Es ist hilfreich sich die gesamte Mahlzeit anzuschauen. Haferflocken und Nüsse mit hoher Energiedichte, können mit fettarmer Milch und Obst mit niedriger Energiedichte ausgeglichen werden. Auch hier gilt also wieder: möglichst abwechslungsreich essen!

 

[Stand: Juli 2018, CL]

Quelle:

Alexandra Schek, Ernährungslehre kompakt, 6. Auflage 2017, Umschau Zeitschriftenverlag