Rund um die Diabetestherapie

Experten-Chat mit Dr. med. Jens Kröger

Am 10. März 2016 findet unsere Experten-Sprechstunde mit Dr. med. Jens Kröger zum Thema "Rund um die Diabetestherapie" statt. Er beantwortet Ihre Fragen live zwischen 17 und 19 Uhr. 

Dr. Jens Kröger
Dr. Jens Kröger

Dr. Jens Kröger

Vorstandsvorsitzender

Internist und Diabetologe DDG

Zentrum für Diabetologie Hamburg Bergedorf
Glindersweg 80 Haus E/C
21029 Hamburg
Protokoll der Sprechstunde

Betreff: Technik/Libre

Ursula K. fragt: 

Guten Tag,
das FreestyleLibre war auf der Herbstagung häufig im Gespräch. Nun sieht es so aus, dass die Krankenkassen, welche das Messsystem anteilig mit finanziert haben dieses wieder zurück genommen haben, da die CGM Methode angebl. keinen Zusatznutzen bringt.
Wird Diabetes de sich engegieren dies zu verhindern?
MfG
Ursula K.

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Liebe Frau K.!

Die Genehmigung durch die Krankenkasse hinsichtlich des Freestyle Libre Meßgerätes ist zur Zeit sehr uneinheitlich. Es gibt wenige Kassen die das Gerät finanzieren, die meisten Krankenkassen bezahlen es nicht.   Aus meiner Sicht hat die interstitielle Glukosemessung für viele Patienten einen Zusatznutzen. Es wurde erst vor einigen Wochen eine Studie (Replace-Stdie) vorgestellt die gezeigt hat, dass Menschen mit Typ 2 Diabetes bei Anwendung des Freestyle libre Systems (FGM)  im Vergleich zur Blutzuckermessung weniger Unterzuckerungen hatten. Im Juni wird eine Studie zum Typ 1 Diabetes (Impact Studie) veröffentlicht. In dem Moment wo sich der gemeinsame Bundesausschuss (GBA) wahrscheinlich im Juni/Juli 2016 zur Sinnhaftigkeit von interstitiellen Glukosemessungen beim Typ 1 Diabetes geäußert hat,werden wir hoffentlich hinsichtlich der Verordnungsfähigkeit derartiger Systeme (CGM und FGM) Klarheit bekommen. CGM-Systeme haben dies wissenschaftlich in großem Umfang bereits beim Typ 1 Diabetes gezeigt.

Viele Grüße und alles Gute aus Hamburg

Ihr Dr.med. Jens Kröger

Betreff: Wann muss ich spritzen?

Karla M. fragt: 

Bei mir wurde Diabetes 2 festgestellt und nehme morgens eine Tablette. Meine Werte liegen zwischen 9 und 13. Ab welchen Wert muss ich spritzen?
Mit freundlichen Grüßen
Karla M.

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Liebe Frau M.!

Was meinen Sie mit 9 bis 13 ? Ist das Ihr HBA 1 c oder sind das ihre Blutzuckerwerte in mmol/l gemessen ? Sollten dies ihre Blutzuckerwerte sein, so sollte eine Anpassung der Therapie erfolgen. Hier gibt es vor der Insulingabe noch mehrere Möglichkeiten mit Tabletten oder Medikamenten die auch gespritzt werden müssen, aber kein Insulin sind (GLP 1 Analoga). Welches die richtige Therapie für Sie ist, sollten Sie mit ihrem Arzt besprechen.

Viele Grüße und alles Gute aus Hamburg

Ihr Dr.med. Jens Kröger

Betreff: Topinambur statt Kartoffeln

Ruth S. fragt: 

Sehr geehrte Damen und Herren,
immer wieder habe ich nun gehört, dass man als Diabetiker Topinambur statt Kartoffeln verwenden solle.
Dabei hat (lt. Internet) Topinambur 10g Zucker auf 100g, während Kartoffeln nur 0,8g auf 100g enthalten.
Dennoch soll dieses Wurzelgemüse weitaus besser sein.
Können Sie diese Aussage bestätigen, und wenn ja: Können Sie mir die Hintergründe erklären?
Mit freundlichen Grüßen,
Ruth S.

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Liebe Frau S.!

Topinambur ist einWurzelgemüse, steckt voller Ballststoffe und beeinflusst den Blutzucker kaum. Kohlenhydrate in Topinambur liegen als Inulin vor (nicht verwechseln mit dem Hormon Insulin !!). Zuckermoleküle aus Inulin werden vom Dünndarm kaum verdaut und wirken als Ballaststoff. Wenn es im Dickdarm gespalten wird, kann es zu erheblichen Blähungen führen.  Ich würde aber nicht auf Kartoffeln verzichten, hierfür gibt es keinen Grund. Wie so oft liegt in einer sinnvollen Mischung die Lösung, bei der Topinambur durchaus Einsatz finden könnte aber nicht muss.

Viele Grüße und alles Gute aus Hamburg

Ihr Dr.med. Jens Kröger

Betreff: Diabetes Typ 2

Manfred F. fragt: 

Seit 2007 bin ich durch Entfernung des gesamten Magens (Tumor) Diabetiker Typ 2 mit Insulin -Spritzen Insuman-Basal.
Zu diesem Problem finde ich im Diabetiker-Ratgeber keine Themen. Können Sie mir helfen ???
- Ernährung
- Gewicht
- Medikamente bei Reflux
ich würde mich über eine Antwort freuen !!!

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Lieber Herr F.!

Durch die Entfernung des Magens allein entsteht normalerweise kein Diabetes mellitus. Kann es sein, dass auch noch Teile der Bauchspeicheldrüse entfernt wurden ? Um Ihre Fragen zufriedenstellend für sie zu beantworten, bedarf es einer persönlichen, individualisierten Beratung. Wenden Sie sich hier bitte an eine Diabetesschwerpunktpraxis oder eine Fachklinik. Hier wird man Ihnen eine auf Sie zugeschnittene Beratung zuteil werden lassen.

Viele Grüße und alles Gute aus Hamburg

Ihr

Dr.med. Jens Kröger

Betreff: Rund um die Diabetestherapie

Roland S. fragt: 

Hallo! Mich würde interessieren, ab wieviel Insulineinheiten eine Splittung bei der Injektion erfolgen sollte. Vielen Dank!

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Lieber Herr S.!

Hier gibt es keine einheitlichen Richtlinien. Wir empfehlen die Splittung beim Kurzzeitinsulins ( U 100) ab einer Einmalgabe von 30 Einheiten. Verwenden Sie ein Kurzzeitinsulins (U 200), dann sollte eine Splittung ab einer Einmaldosis von 60 Einheiten erfolgen.

Viele Grüße und alles Gute aus Hamburg

Ihr

Dr.med. Jens Kröger

Betreff: Diabetes?!

Claudia fragt: 

Guten Tag,

ich komme aus einer diabetischen stark vorbelastet en Familie.
Mein Vater adipös ,hyperton und Typ 2 spritzt unregelmäßig Insulin. Sein Bruder und seine Schwester also mein Onkel und Tante haben beide ca Mitte / Ende 30 einen Diabetes mit Insulinpflicht bekommen.
Mein Opa väterlicher Seite hatte aucj einen Typ 2 und meine Oma mütterlicher Seite spritzt seit vielen Jahren
Zudem kommt hinzu dass meine Eltern in der 3. Generation miteinander verwandt sind.

Ich habe immer gedacht dass ich sicherlich auch einen Diabetes bekomme, aber nun hat es ledier meinen 14. jährigen Sohn getroffen.
Vor kurzem ist die Diagnose Diabetes Typ 1 gestellt worden.
Er bekommt ICT

Ich habe noch 2 jüngere Kinder und mache mir nun Sorgen dass diese auch erkranken könnten.

Mir ist bekannt dass man einen Antikörper Suchtest machen lassen kann.
Für die Kinder werde ich es nicht machen lassen.
Jedoch würde ich michgetne testen lassen.
Was denken Sie dazu und wie gefährdet bin ich mit dieser familiären Situation ?
Ich bin normalgewichtig und 38 Jahre alt.

Vielen Dank und lg

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Liebe Claudia !

Aufgrund ihrer Familiengeschichte haben Sie ein deutlich erhöhtes Risiko später einmal einen Diabetes mellitus Typ 2 zu bekommen. Ihr Risiko liegt bei circa 70 %. Leider gibt es keine eindeutigen Laborparameter die voraussagen, ob sie einen Diabetes mellitus Typ 2 bekommen. Wichtig ist, dass sie sich regelmäßig bewegen, gesund ernähren und möglichst schlank bleiben. Das auftreten eines Diabetes mellitus Typ 1 bei ihrem Sohn ist Pech. Der Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung ist.Das Vererbungsrisiko der Eltern liegt bei 4-6 Prozent , wenn ein Elternteil Typ 1 Diabetes hat oder bei 20 % wenn beide Elternteile Typ 1 Diabetes haben. Dies ist bei Ihnen nicht der Fall.  Es macht bei Ihnen aus meiner Sicht keinen Sinn Antikörper hinsichtlich Typ 1 zu bestimmen, da wir bis heute das Auftreten der Diabeteserkrankung noch nicht verhindern können. In Studien wird bei Geschwisterkindern untersucht, welche Maßnahmen eventuell sinnvoll wären.  Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorge und lassen sich hinsichtlich einer beginnenden Diabeteserkrankung Typ 2 checken.

Viele Grüße und alles Gute aus Hamburg

Ihr

Dr.med. Jens Kröger

Betreff: Diabetes

Volker R. fragt: 

Habe seit Jahren Diabetes Mellitus mit einem HBC1a Wert von 7,1.
Habe COPD Schweregrad 4 und bin 2 mal mit Notfall ins Krankenhaus
gekommen. Jedes mal wurden mir 250mg Kortison intravenös gespritzt.
Seit dem habe ich einen HBC1a Wert von 8,7 und muss Insulin spritzen.
Kann sich dieser Wert wieder erholen wenn das Kortison wieder auf
5mg pro Tag gesenkt wird?

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Lieber Herr R.!

Blutzuckerwerte können ansteigen werden eine Cortisontherapie erfolgt. Bei 250 mg Cortison steigen die Blutzuckerwerte häufig sehr stark an. Es wird dann häufig eine Insulintherapie erforderlich. Kann auf Dauer die Cortisondosis wieder reduziert werden kann, hier bei Ihnen auf 5 mg am Tag, wäre es auch möglich, daß Sie kein Insulin mehr benötigen.  Dies hängt von verschiedenen Faktoren wie ihrer Diabetesdauer und ihrem Körpergewicht ab. 

Viele Grüße und alles Gute aus Hamburg

Ihr

Dr.med. Jens Kröger

Betreff: Füße

Norbert R. fragt: 

Ein diabetischer Fuß kann durch meine Verhaltensweise beeinflusst werden, oder nicht?

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Lieber Herr R.!

Sollten bei Ihnen bereits Folgeerkrankungen der Diabetes- Erkrankung in Form einer  Nervenstörung oder einer Durchblutungsstörung an den Füßen bestehen, so kann durch falsches Verhalten (z.b. falsches Schuhwerk)  ein diabetisches Fußsyndrom ausgelöst werden. Sind diese Störungen nicht vorhanden, so gilt für Sie auch kein höheres Risiko für einen diabetischen Fuß.  Lassen Sie sich also von ihrem Arzt beraten, ob bei Ihnen ein erhöhtes Risiko besteht und wie Sie sich schützen können.

Viele Grüße aus Hamburg

Ihr Dr.med. Jens Kröger

Betreff: Diabetes

Werner M. fragt: 

Ist Diabetes erblich - besteht ein Zusammenhang mit Leberschädigungen? - Wenn ja, was soll ich tun, wenn Diabetes bei mir nicht nicht feststellbar ist?

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Lieber Herr M.!

Bei dem Diabetes mellitus Typ 2 besteht eine hohe Vererbungswahrscheinlichkeit. Hat zum Beispiel die Mutter oder der Vater Diabetes mellitus Typ 2, so besteht für die Kinder ein Risiko von 40  Prozent. Haben beide Elternteile einen Diabetes mellitus Typ 2, so ist die Vererbungswahrscheinlichkeit 70 %.  Da man das individuelle Risiko nicht messen kann, gilt für alle Menschen hinsichtlich der Prävention eine regelmäßige Bewegung/Fitness und eine gesunde Ernährung (zum Beispiel Mittelmeerkost). Menschen mit Lebererkrankungen können durchaus einen Diabetes mellitus Typ 2 entwickeln. Hinsichtlich der Prävention ist es für Sie wichtig, dass die Lebererkrankung sinnvoll therapiert wird und sie sich regelmäßig hinsichtlich einer möglichen Diabeteserkrankung (Gesundheitscheck up ab 35 Jahre, alle 2 Jahre) testen lassen. 

Viele Grüße aus Hamburg

Ihr Dr.med. Jens Kröger

Betreff: Diabetes Typ 2

Wolfgang L. fragt: 

Sehr geehrter Herr Doktor Kröger,
seit einem halben Jahr wurde bei mir der oben genannte Diabetes im Anfangs-stadium festgestellt. Behandelt wird mit einer Tablette Forxiga 10 mg pro Tag.
Auslösefaktor war sicher die Behandlung eines neuroendokrinen Tumors (4 Radio-Rezeptor-Therapien). Kein Übergewicht (68 kg); Sehr viel Bewegung
Meine Frage:
Kann ich als Zuckerersatz zum backen und süßen Truvia und Xylit und die Marmelade von der Firma Lasovli einsetzen?
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
MfG W. L.

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Lieber Herr L.!

Generell gilt für Menschen mit Diabetes kein Verbot von Zucker. Sie können bis zu 25 g Zucker am Tag zu sich nehmen.  Dies entspricht ungefähr zwei Esslöffel am Tag. Wenn Sie gerne auf Zucker verzichten wollen, können Sie natürlich auch Stevia oder Xylit als Süssungsmittel in Maßen verwenden. Hinsichtlich der Langzeiteffekte ist bisher wissenschaftlich nicht sehr viel bekannt.

Viele Grüße aus Hamburg

Ihr Dr.med. Jens Kröger

Betreff: Messwerte

Werner fragt: 

Ich habe seit 30 Jahren Diabetes Typ 2. Mein HbA1c aktuell 7.8.,Wert nüchtern 120-150.Wer vor der Nacht 230-320.Behandlung wie vom Diabethilogen verschrieben morgens nüchtern 28 Einheiten Insulin Rapid, seit 3 Jahren abends 14 EH Insulin Lantus. Der Wert abends ist mir zu hoch. Ernährung Frühstück . Mittag, Abend je 3 BE.
Fragen wie kann ich den wert abends vor der Nacht senken.,bringt das Insulin Lantus überhaupt was?

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Lieber Werner !

Ihnen fehlt abends das Kurzzeitinsulins ("Insulin Rapid" , hier gibt es unterschiedliche Präparate), um die Kohlenhydrate in die Zellen zu bekommen, dann sinkt der Blutzucker.  Wenn Sie abends bei Kohlenhydrataufnahme zusätzlich ein Kurzzeitinsulin spritzen haben Sie vor der Nacht einen besseren Blutzucker. Wichtig ist, daß dann die Lantusdosis reduziert wird. Hinsichtlich der genauen Dosen sollten Sie sich an ihren Arzt wenden.

Viele Grüße und alles Gute aus Hamburg

Ihr Dr.med. Jens Kröger

Betreff: Rund um die Diabetestherapie

Alfred N. fragt: 

Hallo, seit 4 Jahren habe ich Diabetes Typ 2. Anfangs mit Metformin 2x100 Behandelt. Nach 3,5 Jahren Durchfälle bis zum Abwinken. Der Nüchtern Zucker liegt zwischen150 - 190. Diabetologe ordnet an abends Abasaglar zum spritzen . Angefangen mit 6 IE , jetzt bei 40 IE abends. Morgens noch eine Tablette Forxiga 10 mg. Über Tag ist nun der BZ Wert zwischen 110 - 124 Nüchtern immer noch bei 150 - 170. Mein Alter 63 Jahre . 174cm groß .!35kg schwer. Habe aber 5 kg abgenommen in dn letzten 5 Jahren. warum greift das Abasaglar nicht ?

MfG Alfred N.

PS. : Habe mich komplett Untersuchen lassen , einschließlich CT . Alle Blut werte sind super , was der Arzt sich nicht vorstellen konnte. Einziger der BZ Wert. Nichtraucher ,seit 1974 kein Alkohol, Beruf Fachpfleger für Anästhsie und Intensivmedizin.

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Lieber Herr N.!

Entscheidend ist mit welchem Blutzucker sie ins Bett gehen .Das Abarsarglar (Langzeitinsulins) hat die Aufgabe ihren Blutzucker über Nacht zu halten, beziehungsweise einen weiteren Anstieg des Blutzuckers in den frühen Morgenstunden ab 4:00 Uhr zu verhindern. Der Anstieg des Bluzuckers in den frühen Morgenstunden  ist ein häufiges Problem bei Menschen mit Typ 1 Diabetes, hier nennen wir das Dawn-Phänomen. Es kommt aber auch bei Menschen mit Typ 2 Diabetes durch vermehrte Abgabe von Glukose aus der Leber und dem Anstieg von Hormonen im Körper, die gegen das Insulin wirken, in den frühen Morgenstunden zustande. Sollten Sie in der Nacht arbeiten müssen und es kommt zu diesen Anstiegen, dann hilft die Gabe von Kurzzeitinsulin in den frühen Morgenstunden. Lassen Sie sich hier von ihrem Arzt beraten.

Viele Grüße und alles Gute aus Hamburg

Ihr Dr.med. Jens Kröger

Betreff: Rund um die Diabetestherapie

Martina K. fragt: 

Guten Abend Herr Dr. Kröger,

ich habe jetzt auf Lantus gewechselt und seitdem wird mir immer wieder schlecht. Musste mich auch schon mehrmals übergeben. Kann das am Wechsel liegen? Sollte ich wieder umstellen?
Viele Grüße

Martina K.

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Liebe Frau K.!

Ich weiß nicht von welcher Medikation Sie auf eine Therapie mit Lantus gewechselt haben, sodaß ich Ihnen hier keinen Rat geben kann. Ich denke , daß die Übelkeit eher andere Gründe hat. Dies sollten Sie mit ihrem behandelndem Arzt besprechen und abklären lassen.

Viele Grüße und alles Gute aus Hamburg

Ihr Dr.med. Jens Kröger

Betreff: Rund um die Diabetestherapie

Martina K. fragt: 

Danke für Ihr Antwort Herr Dr. Kröger!

Ich hatte bisher Levemir und es ist mir ebenfalls nicht so bekommen. Liegt es generell am Langzeit-Insulin?

Aufgrund meiner Therapieverlaufs empfahl mir der Arzt aber diese Insulingruppe...

Martina K.

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Liebe Frau K.!

Diese Zusatzinformation bestätigt meine zuvor geäußerte Auffassung. Die Übelkeit hat einen anderen Grund. Das Insulin per se wird es nicht sein. Besprechen Sie mit ihrem Arzt weiter abklärende Maßnahmen, eingeschlossen Unverträglichkeiten auf Zusatzstoffe in der Insulinzubereitung.

Viele Grüße und alles Gute 

Ihr Dr .med. Jens Kröger

Betreff: Rund um die Diabetestherapie

Felix S. fragt: 

Sehr geehrter Herr Dr. Kröger,

Ich habe Typ 1 und neige zu Unterzuckerungen, habe einen niedrigen Blutdruck. Mein Arzt empfahl mir ein lang wirkendes Insulin. habe derzeit Lantus aber ich habe das Gefühl daß es nicht so wirkt.

welches Insulin können Sie empfehlen?

Mit freundlichen Grüßen
Felix S.

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Lieber Herr S.!

Die Basalinsulinversorgung ist bei Menschen mit Typ 1 sehr wichtig.   Im Laufe des Tages haben dabei Menschen mit Typ 1 Diabetes vier verschiedene Zeiten mit unterschiedlicher Insulinempfindlichkeit. Es gibt daher nicht die eine richtige oder beste Basalinsulinversorgung. <wbr></wbr>Abhängig vom Glukoseverlauf über den Tag,  dies sollte man immer wieder mit Basalratentests überprüfen, sollte Ihr Arzt Ihnen dann das richtige Basalinsulin empfehlen. Neben Lantus stehen hier noch andere Basalinsuline zur Verfügung. Manchmal kann auch eine Insulinpumpentherapie sinnvoll sein, da Sie den unterschiedlichen Bedarf der Basalrate über den Tag am besten nachahmen kann.

Viele Grüße und alles Gute aus Hamburg

Ihr Dr. med. Jens Kröger

Betreff: Rund um die Diabetestherapie

Mirja N. fragt: 

Guten Tag!

Ich habe oft Hyperglykämien. Haben Sie einen Rat, welche Diät ich machen kann um die BZ-Werte zu stabilisieren? GLYX hat mir bisher kein "Glück" gebracht ;-)

Esse ich hingegen zu kohlenhydratarm, falle ich schnell in den Unterzucker.

Gruß
Mirja N.

Dr. Jens Kröger antwortet: 

Liebe Frau N.!

Um Hyperglykämien und Hypoglykämien beim Diabetes mellitus zu vermeiden kommt es immer auf die richtige "Mischung" aus  Ernährung, Bewegung und Medikation an. Hier sollte immer eine individualisierte Beratung erfolgen. Wenden Sie sich hier  eine Diabetesberaterin oder Diabetesassistentin in einer Diabetesschwerpunktpraxis oder einer Fachklinik. Hier wird man Ihnen einen kompetenten Rat geben können.

Viele Grüße und alles Gute aus Hamburg

Ihr Dr. med. Jens Kröger