Diabetes und Pflege

Experten-Chat mit Judith Krämer

Am 26. November 2015 findet unsere Experten-Sprechstunde mit der Diabetesberaterin Judith Krämer zum Thema "Diabetes und Pflege" statt. Sie beantwortet Ihre Fragen live zwischen 17 und 19 Uhr.

Judith Krämer
Judith Krämer

Judith Krämer

Konfelderstr. 20
66687 Wadern
Protokoll der Sprechstunde

Betreff: Polyneuropathie und Pflegestufe

Dieter B. fragt: 

Sehr geehrte Experten,
gerne hätte ich gewußt ob Diabetes, koronare Herzerkrankung (mehrere Herzinfarkte), Nierenschädigung Stadium IV und Polyneuropathie verbunden mit Bewegungsunsicherheiten sowie eine Bewegungseinschränkung Arm u. Hand links aufgrund einer Hirnverletzung (Betriebsunfall) zur Erlangung einer Pflegestufe ausreichen?
Danke für einen Rat.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter B.

Judith Krämer antwortet: 

Hallo Herr B.,

grundsätzlich können Sie eine Pflegestufe bei der Pflegekasse (Krankenkasse) stellen, sie wird dann vom MDK überprüft.Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Pflegestufe 1 (erhebliche Pflegebedürftigkeit) werden erfüllt, wenn der Hilfebedarf der pflegebedürftigen Person täglich mindestens zwei Verrichtungen der Grundpflege (Ernährung, Körperpflege und Mobilität) umfasst. Außerdem muss der oder die Pflegebedürftige mehrmals wöchentlich Unterstützung bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten beanspruchen. Zusätzlich muss der tägliche zeitliche Aufwand wenigstens 90 Minuten ausmachen, hierbei müssen auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten angerechnet werden. Um herauszufinden ob es sich bei Ihnen dann um diese 90 Minuten handelt, sollten Sie ein Pflegetagebuch führen, dort schreiben sie alles auf was und wann Sie Hilfe brauchten, also beim aufstehen, waschen, anziehen usw. schreiben Sie genau die Minuten auf und rechnen Sie es zusammen. Kommen Sie nicht auf diese 90 Minuten werden Sie leider keinen Erfolg haben. Zur Grundpflege gehört nicht: Einkaufen, Kochen, Reinigung der Wohnung. Kommen Sie aber über die 90 Minuten sollten Sie den Antrag stellen. Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Krämer Judith

Betreff: Diabetes und Pflege

Petra S. fragt: 

Hallo,
mein Vater ist 72 Jahre alt und hat Diabetes Typ 2. Er baut schon seit einiger Zeit körperlich und geistig ab weshalb ich befürchte, dass er auf kurz oder lang ins Altersheim muss. Können Sie mir einen Tipp geben, wo ich "gute" Altersheime finde, bzw. woran man eines erkennt?

Viele Grüße
Petra S.

Judith Krämer antwortet: 

Hallo Frau S.,*gute* Pflegeheime sollten es eigentlich immer sein, aber ich kann Sie gut verstehen, man möchte seine Angehörigen gut versorgt wissen. Es sollte ein liebevoller Umgang mit ihnen gepflegt werden. Gehen Sie und schauen sie sich welche in Ruhe an, Sie sollten dort sowohl mit der Leitung wie auch mit den Pflegekräften reden können und Fragen stellen, reden Sie auch wenn möglich mit Besuchern oder Angehörigen. Fragen Sie Ihren Hausarzt was er empfiehlt. Mein Rat an Sie gehen sie mit offenen Augen in das Haus, schauen sich den Eingang an, wo sitzen die Bewohner, wieviel Personal sehen Sie, kommt gleich jemand oder stehen sie ewig am Eingang und sie müssen warten bis sie endlich bemerkt werden?! Wie gepflegt sie es aus, sitzen die Bewohner alleine an den Tischen oder zusammen? Werden sie beschäftigt oder nicht? Lassen Sie sich die Zimmer zeigen, den Speiseraum, auch ganz wichtig den Demenzbereich. Wie sieht er aus? Was wird dort angeboten? Wenn Sie dann ein gutes Gefühl haben würde ich es versuchen, vielleicht mal zur Kurzzeitpflege? So finden Sie schnell heraus ob es etwas für Ihren Vater ist. Ich hoffe Ihnen etwas geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Krämer Judith

Betreff: Diabetes und Pflege

Michaela W. fragt: 

Guten Tag,
meine 78-jährige Mutter hat Diabetes und auch ihre Mutter hatte das in hohem Alter bekommen. Nun muss meine Mutter ins Pflegeheim und ich habe Angst, dass es ihr dort so ergeht wie meiner Großmutter: Sie hatte erst dort richtig geistig abgebaut. Ich habe mal gelesen, dass die Pfleger oft gar nicht auf den Blutzucker achten und viele Heimbewohner stark unter- oder überzuckert sind. Stimmt das immer noch? Wie kann ich vermeiden, dass es meiner Mutter so ergeht? Ich glaube ja, dass meine Großmutter auch deswegen damals so abgebaut hat.
MfG
M.W.

Judith Krämer antwortet: 

Hallo Michaela,

ich kann Ihre Sorge gut verstehen, aber ich glaube die Diabetestherapie und auch das Pflegepersonal haben sich sehr positiv verändert in den letzten 10 Jahren.Der Blutzucker spielt auch im Pflegeheim eine große Rolle und es wird auch dort regelmässig kontrolliert. Die Kontrollen werden üblicherweise vom Hausarzt angeordnet, je nach Bedarf, also ob Ihre Mutter Tabletten nimmt oder Insulin spritzt.Diese Anweisungen sollten aber auch immer vom Hausarzt oder seinen Mitarbeiterinnen kontrolliert werden.Auch sollte die Therapie immer wieder überprüft werden, Sie sollten als Tochter auch immer wieder danach fragen.Ich besuche sehr oft Pflegeheime, wir haben sehr viele Patienten dort, ich finde nicht das sie dort geistig abbauen, eher im Gegenteil, sie werden ja auch gefordert, dazu kommt noch das sie nicht alleine sind. Es werden immer wieder viele Aktivitäten angeboten.Haben Sie sich schon mit Ihrer Mutter für ein Pflegeheim entschieden?Schon mal Andere gefragt wie es ihren Angehörigen so gefällt in diesem Pflegeheim? Ich hoffe ich konnte Ihre Fragen beantworten und Ihnen eine bisschen Ihre Sorgen nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Judith Krämer

Betreff: Mutter/ Kind Kur

Birgit P. fragt: 

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Diabetiker Typ 2 und sportlich sehr aktiv habe aber trotz allem übergewicht und suche ein kurklinik für Mutter/ Kind Kur. Das Kind ist 11 Jahre alt. Ich habe auch Arthrose im Knie und an der hüfte. Könnten Sie mir eine Klinik an Nord oder Ostsee empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Birgit P.

Judith Krämer antwortet: 

Hallo Frau P.,leider kann ich Ihner keine Kurklinik empfehlen, aber wenden Sie sich doch an Ihre Krankenkasse oder an das http://www.muettergenesungswerk.de/welche-kur-ist-richtig.html

Fragen Sie auch Ihren Hausarzt oder Kinderarzt was er empfiehlt. Er sollte ja eh auf dem Antrag attestieren was für Beschwerden und welche Notwendigkeit usw. auch kann er dort eine Kurklinik empfehlen.Ich drücke Ihnen die Daumen das es klappt.

Mit freundlichen Grüßen

Krämer Judith

Betreff: Diabetes und Pflege

Waltraud D. fragt: 

Liebe Frau Krämer,
ich sorge mich um meine Gesundheit. Ich bin 68 jahre alt, habe starke Arthrose, Diabetes und Bluthochdruck. Außerdem habe ich eine Herzschwäche und einen Herzschrittmacher. Da meine Kinder nicht in der Nähe wohnen und sich nicht um mich kümmern können und mein Ehemann verstorben ist fürchte ich, daß ich ins Altersheim muß. Können Sie mir sagen, was ein Heimaufenthalt kostet und was die Kasse übernimmt. Ich habe keine private Pflegeversicherung. An wen wende ich mich, wenn ich ins Heim muss? Mein Haushalt fällt mir immer schwerer.
Danke und freundliche Grüße
W.D.

Judith Krämer antwortet: 

Hallo Frau D., es tut mir Leid dass es Ihnen nicht gut geht. Ihre Sorgen kann ich gut verstehen. Es ist nicht einfach so eine Entscheidung zu treffen.Hilfe und Antworten erhalten Sie einmal von Ihrer Pfegekasse, also von der Krankenkasse.Wo Sie auch gut beraten werden ist auf der Stadt, es gibt in der Regel dort jemand für Pflege und Betreuung, aber auch in den Pfegeheimen selber werden Sie gut beraten, auch was die Kosten angeht. Wer was übernimmt, was auch evtl. die Kinder übernehmen müssen.Ich kann Ihnen da keine genaue Auskunft geben, es kommt darauf an welche Pflegestufe Sie haben, wenn überhaupt, dann auch welche Zimmerauswahl usw.Gehen Sie doch einfach mal in ein Pflegeheim, schauen Sie es sich an und lassen sich beraten, kann nicht ein Kind von Ihnen mit gehen?Hoffentlich konnte ich Ihnen etwas behilflich sein. wünsche Ihnen alles GuteKrämer Judith

Betreff: Diabetes und Pflege

Karoline K. fragt: 

Hallo Frau Krämer,
wir haben einen Christstollen gebacken, den mein vater immer so gerne gegessen hat. Jetzt würden wir ihn gerne am Wochenende zum 1. Advent ins Pflegeheim mitnehmen wo er lebt. Er hat aber Diabetes und seither soll er sich bei Süßem zurückhalten. Wäre das unangebracht, wenn wwir ihm den nun mitbringen? Wie viel darf er denn überhaupt davon essen? Müssen wir das Pflegepersonal benachrichtigen wenn wir ihm was mitbringen?
Viele Grüße
Karoline K.

Judith Krämer antwortet: 

Hallo Karoline,erstmal JA bitte mitnehmen!!! Ohne schlechtes Gewissen und mit einem Lächeln auf dem Gesicht weil Sie ihm damit eine Freude machen!!So das mal vorneweg.Meine Frage wäre noch, nimmt er Tabletten oder spritzt er Insulin? Wie hoch ist der Blutzucker denn so?Dem Pflegepersonal würde ich es mitteilen wenn Ihr Vater regelmässig und täglich den Blutzucker gemessen bekommt. Jetzt mal ganz persönlich von mir, wenn ich im Pflegeheim bin, meine ganze Freude ist das Frühstück, das Mittagessen, das Abendessen, meine Besuche und meine kleinen Aktivitäten im Pflegeheim und es kommt meine Tochter und bringt mit meinen geliebten Stollen mit, würde ich den mit sowas von Genuß essen!!!So klar muß man sagen, Stollen = Mehl, Zucker usw........Klar hat der Kohlenhydrate und klar läßt er den Zucker dann ansteigen.Nur wenn Sie Ihm davon ein Stück mitbringen oder sie teilen ihn auf auf paar Tage ein Stück, glauben Sie mir, das geht in Ordnung.Mit schönen Grüßen zum AdventKrämer JudithPS. könnte ich das Rezept haben?

Karoline K.:

Hallo Frau Krämer,

vielen Dank für die positive Antwort. Da bin ich ja erleichtert, das wir ihm doch damit weiterhi eine Freude machen können.

Er bekommt Tabletten. ich weiß aber nicht wie viele und welche. ich glaube, er bekommt nur abends eine. Wie hoch der Blutzucker ist weiß ich leider auch nicht. ich kenne mich nicht aus und vertraue auf das Pflegepersonal. Sie sind wohl aber immer sehr zufrieden.

Das Rezept hatte ich mal online gestellt. Es ist von der Großmutter meines Mannes: www.chefkoch.de/rezepte/722441175021980/Christstollen-nach-Oma-Martha.html

Viel Erfolg beim Backen und viele Grüße
Karoline K.

Judith Krämer:

Hallo Karoline, danke für die rasche Antwort und danke für das Rezept, wurde ausgedruckt.Das hört sich doch alles sehr positiv an mit Ihrem Vater, das Personal würde bestimmt Ihnen mitteilen wenn der Zucker zu hoch wäre, oder auch der Hausarzt, der ja regelmässig die Blutentnahme dort macht, Quartalsmässig wird ja in der Regel der HbA1c kontrolliert. Die Tablette am Abend hört sich nach Metformin an, also ich denke Alles im grünen Bereich und nochmal viel Freude mit dem Stollen.Liebe Grüße Krämer Judith

Betreff: Insulinpumpe bei Senioren?

Bruno N. fragt: 

Ich habe folgende Frage: Werden auch älteren Menschen mit Diabetes Insulinpumpen verordnet? Bei älteren, insbesondere verwirrten Menschen, müsste sich das doch anbieten oder? Sie sind ja, wie Kinder, doch recht unbedarft im Umgang mit Diabetes. dann hätte man auch nicht die Sorge, dass eine Pflegekraft im Heim das Insulin spritzen vergisst oder so?! Mein Vater ist im Altersheim und hat Typ 2 Diabetes und braucht Insulin. Kann man also eine Pumpe bei der Kasse beantragen?

Gruß
Bruno N.

Judith Krämer antwortet: 

Hallo Herr N.,

ich glaube nicht das sie eine Insulinpumpe für Ihren Vater bekommen können, die Krankenkassen übernehmen nur in Ausnahmefällen diese Kosten für einen Typ 2 Diabetiker. Bitte bedenken Sie dass eine Pumpe auch kompliziert ist, das Personal müsste darauf geschult werden, denn das Insulin muß ja auch angepasst werden. Im Falle Ihres Vaters müsste ich wissen was für ein Insulin er spritzt? Es gibt ja viele verschiedene Optionen mit Insulin. Auch sehr sinnvolle gerade im Pfegeheim. Konnte ich Ihnen Ihre Frage beantworten?

Mit freundlichen Grüßen

Krämer Judith

Betreff: Diabetes und Pflege

Marion N. fragt: 

Sehr geehrte Frau Krämer,
die Mutter meines Mannes lebt in einem Pflegeheim und hat Demenz. Mir ist letzte Woche an ihrem Fuß eine kleine Wunde aufgefallen, die gestern immer noch nicht besser war. Eine Freundin sagte mir, dass das auch Diabetes sein kann und dass auch Demenz mit Diabetes oft zusammenhängt, wenn der nicht gut eingestellt ist. Hat sie vielleicht Diabetes und keiner weiß das? Wird in Pflegeheimen regelmäßig auf Diabetes kontrolliert?
Marion N.

 

Judith Krämer antwortet: 

Guten Abend Frau Nikolic,erstmal  JA die Wunde sollte auf jeden Fall beobachtet werden.Ob Ihre Schwiegermutter Diabetes hat kann Ihnen ihr Hausarzt beantworten, er sollte ja regelmässig Blutentnahmen anordnen.Wie oft und wie regelmässig kann ich Ihnen nicht sagen, wir fahren in unsere Heime alle 3-6 Monate zur Kontrolle, je nach Diagnose und Therapie. Bei Diabetes alle 3 Monate.Sollte Ihre Mutter Diabetes haben, wäre es umso wichtiger auf die Wunde zu achten.Fragen Sie beim Hausarzt nach.Liebe GrüßeKrämer Judith

Betreff: Diabetes und Pflege

Julia H. fragt: 

Guten Abend,
ich pflege meinen 82-Jahre alten Vater zu Hause und komme soweit ganz gut zurecht weil er auch sehr gut mit hilft und noch nicht bettlegerisch ist. Er hat aber Diabetes Typ 2 und muss Metformin nehmen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass er geistig abbaut und dann ist er am nächsten Tag wieder ganz klar. Der Arzt meint aber, dass er gut eingestellt ist und er hat einen HbA1c-Wert von 6,8. Wie soll ich generell mit seinem Diabetes umgehen? Reicht der regelmäßige Besuch beim hausarzt aus oder sollte ich mich bzgl. Diabetes schulen lassen? Wird das bezahlt bzw. an wen kann ich mich wenden, wenn ich das machen will?
Freundliche Grüße
Julia H.

Judith Krämer antwortet: 

Guten Abend Frau H., Ihr Vater ist dem dem Wert von 6,8 sehr gut eingestellt, das er Metformin nimmt und damit so gut klar kommt ist Klasse.Ich weiß nicht ganz genau was Ihnen Sorgen macht, oder was Ihnen da auf der Seele liegt, aber Ihr Vater ist gut versorgt, durch Sie und den Hausarzt, denn er hat Recht, es ist alles Gut so. Die regelmässigen Hausbesuche oder Besuche beim Hausarzt scheinen auszureichen, Sie sollten 2x im Quartal dort hin gehen, die Blutentnahme alle 3 Monate machen zur Kontrolle.Was die Schulung angeht, fragen sie Ihren Hausarzt ob er Personal hat das schult, wo Sie dann mit hingehen können oder auch ohne Ihren Vater.Sie können aber auch gerne sich mal in Ihrer Umgebung erkundigen ob es nicht eine Selbsthilfegruppe gibt, auch dort bekommt man sehr nützliche und praktische Ratschläge.Was den geistigen Abbau angeht, bedenken Sie ihr Vater ist 82 Jahre alt, da läßt die Durchblutung auch schon mal etwas nach, es ist wie Sie ja selber bemerkten auch Tagesabhängig.Schönen Abend Ihnen nochKrämer Judith

Betreff: Diabetes und Pflege

Anton S. fragt: 

Sehr verehrte Frau Krämer,
ich habe Diabetes, bin 75 Jahre alt und wohne noch MIT STOLZ zu Hause. Obwohl ich viele, viele Erkrankungen habe - ein ausführlicher Bericht wäre an dieser Stelle zu umfangreich - komme ich noch ganz gut alleine zurecht. Meine Kinder sind zwar selten da und meine Frau ist vor einigen Jahres verstorben, doch ich will es unbedingt vermeiden ins Altenheim zu kommen. Jetzt habe ich allerdings seit ein paar tagen eine Entzündung am Fußnagel. Die will und will nicht heilen! Ich habe schon Wundkreme drauf geschmiert aber es hilft nichts. Die Wunde habe ich mir zugezogen als ich meine Fußnägel geschnitten habe. Jetzt hat ein bekannter erzählt, dass er das auch hatte und die Ärzte Neuropathie diagnostiziert haben. Mein Blutzucker ist aber gut eingestellt. ich bin da sehr vorsichtig und gehe regelmäßig zum Arzt deswegen. Der langzeitwert liegt immer so bei 7. Muss ich wegen dem Zeh zum Arzt?
Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Anton S.

Judith Krämer antwortet: 

Guten Abend Herr S.,Sie können wirklich stolz auf sich sein, sie scheinen dass Alles wirklich gut zu meistern.Ich mache es kurz, AB ZUM ARZT mit dem Zeh.Morgen gleich Termin machen, hingehen noch vor dem Wochenende.Ob sie eine Polyneuropathie haben kann Ihnen ihr Hausarzt sagen, oder einen Test machen, oder Sie zum Neurologen schicken.Aber Diabetes und Wunde ist immer ein Thema!!!Lieber 10 x zu oft zum Arzt mit sowas als einmal zu spät.Und bitte nichts mehr drauf tun, weder Salbe noch sonst was, trocknen Verband drauf und morgen zum Arzt. Oder haben Sie vielleicht eine Fußambulanz in der Nähe?Der HbA1c ist doch ordentlich eingestellt, das hört sich gut an, aber trotzdem kann es zu Wundheilungsstörungen kommen wenn der Zeh nicht richtig eingestellt ist.

Liebe Grüße

Krämer Judith

Betreff: Diabetes und Pflege

Paulina G. fragt: 

Wir pflegen seit vier Monaten meine 70-jährige Mutter zu Hause. Sie hat Diabetes, ist durch einen Oberschenkel-Halsbruch mobil sehr eingeschränkt und hat zudem Neuropathie. Das pflegen ansich klappt ganz gut, zumal ich ausgebildete Pflegerin bin. Allerdings ersticken wir in dieser ganzen Bürokratie, den es nebenbei zu erledigen gibt (Zahlungsbefreiungen bei der Krankenkasse, Transportgenehmigungen etc...). Haben wir einen Anspruch auf einen Pflegedienst oder so, der das übernehmen kann? Es wäre schon eine große Erleichterung, wenn wir zur Pflege nicht noch die Schreibtisch-Arbeit hätten.
Viele Grüße
Paulina G.

 

Judith Krämer antwortet: 

Guten Abend Frau Gallinge,

Sie sollte sich so schnell wie möglich mit Ihrer Pflegekasse in Verbindung setzen, sie bekommen dort einen Antrag den füllen Sie aus und der MDK kommt zum begutachten. Das schon mal vorneweg.Dann können Sie Ihren Hausarzt fragen ob sie eine Verordnung häuslicher Krankenpflege bekommen können. Da Ihre Mutter mit dem Oberschenkelhalsbruch jetzt akut sehr eingeschränkt ist, würde so eine Verordnung Sinn machen. Fragen Sie nach. Auch können Sie sich erkundigen bei einem ambulanten Pflegedienst, sie können Ihnen auch sagen was verordnet werden kann und was nicht. Wichtig ist aber die Pflegestufe 1 zu bekommen.Was die Transporte angehen, die müssen immer genehmigt werden, was aber in der Regel schnell und unbürokratisch geht. Allerdings ist es viel Arbeit auch mit dem ganzen Drumherum. Sie sollten auch mal an eine Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung denken. Erleichtert viele Behördengänge und bei medizinischen Einrichtungen.

Mit freundlichen Grüßen

Krämer Judith

Betreff: Diabetes und Pflege

Barbara M. fragt: 

Liebe Frau Krämer,
haben Sie Tipps zur Auswahl eines geeigneten Pflegeheims - insbesondere für Diabetiker?
LG
Barbara

 

Judith Krämer antwortet: 

Hallo Frau Meisner,leider kann ich Ihnen da keine Pflegeheime nennen, meines Wissens gibt es keine speziellen Einrichtugen nur für Diabetiker. In der Regel werden Sie Alle gut versorgt mit Diabetes, es ist ja im Pflegeheim eher das tägliche Geschäft *Menschen mit Diabetes* zu versorgen.Schauen Sie sich einfach mal ein Pflegeheim an, oder besuchen Sie jemanden dort, hören Sie auf Angehörige oder auf Ihren Hausarzt welche Häuser empfohlen werden.Mit freundlichen GrüßenKrämer Judith

Betreff: Diabetes und Pflege

Wolfgang fragt: 

gibt es auch Pflegedienste, die auf Diabetiker spezialisiert sind?

 

Judith Krämer antwortet: 

Guten Abend Wolfgang,eigentlich sollten alle Pflegedienste auf Diabetes geschult sein, sie arbeiten damit täglich.Man muss immer das Ganze sehen, den Patienten, die Therapie, den Hausarzt, den Pflegedienst, nur wenn alles gut zusammen arbeitet, passt es auch. Ein guter Pflegedienst arbeitet mit Allen gut zusammen, informiert regelmässig und auch ausführlich den Hausarzt und die Angehörigen. Schönen Abend noch

Krämer Judith

Betreff: Diabetes Typ 1

Gabriele fragt: 

Hallo. Mein Sohn hat das Down-Syndrom und Diabetes Typ 1 seit 8 Jahren. Er wohnt seit kurzem in einem Wohnhaus. Seine Zuckerwerte sind seit ca. 1 Jahr in der Früh erhöht(125 bis 170). Mancmal ist die letzte Messung vor dem Schlafen gehen um 18.30 oder 19.00. Meiner Meinung nach ist das zu früh. Zu Hause messen wir ca. um 21.00 das letzte Mal. Manchmal beträgt der letzte Wert vor dem Schlafen gehen zw. 85 - 95. Meiner Meinung nach ist das zu nieder. Ist das korrekt? Mit lieben Gruß, Gabriele Kalina-Luegger

Judith Krämer antwortet: 

Guten Abend Frau Kalina-Luegger,

ich lese Ihre Sorge in der Mail, bitte wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder Diabetologen, aber eins kann ich Ihnen auch sagen, die Messung spät Abends ist wichtig!!Sie sollten darauf bestehen. Die Werte von 85-95 wären mir auch viel zu tief.Wie wird dann die Basalrate berechnet? Was wird weniger gespritzt?Das sind alles Fragen die Sie mit dem behandelnden Diabetologen besprechen sollten. Die Erhöhung morgens kann mehrere Ursachen haben, es muß nicht immer eine Gegenregulation sein. Bestehen Sie auf eine späte Messung vor der Nacht. Alles Gute für Sie und Ihren Sohn

Krämer Judith