Fastenzeit - auch für Menschen mit Diabetes sinnvoll und machbar?

Experten-Chat mit Astrid Lesmeister

Bis zum 25. Februar 2010 findet unsere Experten-Sprechstunde mit Astrid Lesmeister zum Thema "Fastenzeit - auch für Menschen mit Diabetes sinnvoll und machbar?" statt. Sie ist leitende Diätassistentin am Verbundkrankenhaus Wittlich und Diabetesberaterin DDG. Sie beantwortet Ihre Fragen live am Donnerstag, den 25. Feburar zwischen 17 und 19 Uhr.

Astrid Lesmeister
Astrid Lesmeister

Astrid Lesmeister

In der Füll 44
54518 Dreis
Protokoll der Sprechstunde

Betreff: Fastenzeit - auch für Menschen mit Diabetes sinnvoll und machbar?

Familie B. fragt: 

Ich und mein Mann möchten die nächste Woche fasten, eventuell auch die nächsten 2 Wochen. Ich bin Typ 2 Diabetikerin, 56 Jahre alt. Ich möchte nicht unbedingt abnehmen, Ziel ist eher eine gesunde Ernährung und den Körper zu entgiften. Im Internet habe ich so viele verscheidene Formen des Fastens entdeckt, dass ich jetzt gar nicht mehr weiß, wie wir das ganze angehen sollen. Wie raten sie in Sachen Nulldiät, Schrothkur, Heilfasten, Molkefasten,…? Und gibt es bestimmte Nahrungsmittel auf die ich als Diabetikerin auf keinen Fall versichten sollte, mein aber durchaus?

Astrid Lesmeister antwortet: 

Sehr geehrte Frau B, sehr geehrter Herr B., es oft so, dass man durch ein Überangebot an Diäten oder Fastenkuren oft nicht weiß, welche für einen persönlich geeignet ist. Eine Ernährung, die noch genügend Nährstoffe und Mineralstoffe für den Körper liefert, ist eine Schrotkur, auch eine Sieben-Tage-Körnerkur ( beinhalten Vollkornprodukte, Obst, Gemüse...,also Lebensmittel die einen  hohen Sättigunggrad haben. Beim Basenfasten geht die Ernährung über Hülsenfrüchtem Nüsse, Samen, Getreideprodukte, die mit Obstund Gemüse reichlich kombiniert werden können. Jede dieser Ernährungsformen bringt eine gewisse Sättigung mit sich. Eine sogenannte "Nulldiät" halte ich für nicht ratsam.  

Betreff: Fastenzeit - auch für Menschen mit Diabetes sinnvoll und machbar?

Michaela B. fragt: 

Als Diabetikerin treibe ich viel Sport, gehe regelmäßige joggen und fahre Mountainbike. Für mich ist es wichtig mein Leben gesund zu gestalten, deshalb denke ich seit längerem über eine Fasten-Kur für meinen Körper nach. Auf welche Lebensmittel darf ich auf keinen Fall verzichten, wenn ich weiterhin drei mal die Woche Sport treiben möchte?

Astrid Lesmeister antwortet: 

Liebe Frau B., Ich kann aus Ihrer Nachricht nicht erkennen, ob Sie Typ1 oder Typ2 Diabetikerin sind. Kohlenhydrate und Eiweiß sind sehr wichtig bei Menschen, die so viel Sport treiben wie Sie, was übrigens sehr lobenswert ist. Wenn Sie immer auf eine gesunde Lebensweise achten, stellt sich mir die Frage, ob für Sie das Fasten unbedingt angebracht ist.

Betreff: Fastenzeit - auch für Menschen mit Diabetes sinnvoll und machbar?

Berta fragt: 

Meine Schwester (53) hat seit 3 Jahren die Diagnose Diabetes Typ 2. Sie hat starkes Übergewicht. Die Familie versucht schon lange sie zu unterstützen indem wir immer mal wieder ein paar Wochen mitfasten, Spaziergänge gemeinsam machen oder bei Familienfesten gesünder kochen. Nichts hilft wirklich. Sie nimmt weiter zu und will über Übergewicht, Fasten oder Diabetes schon mit niemandem mehr reden. Können wir ihr überhaupt helfen? Schadet es eher, Abnehmen und Diabetes immer in den Mittelpunkt zu stellen? Wir würden ihr gerne helfen.

Astrid Lesmeister antwortet: 

Liebe Berta, es ist sehr lobenswert, dass Sie sich so um Ihre Schwester sorgen, dass auch die Familie sie unterstützt. Viele Menschen, die übergewichtig sind, reagieren nach immer häufigerem Drängen und Raten zur Gewichtsreduktion mit Desinteresse. Eine gesunde Ernährung, die nicht den Beigeschmack einer "Diät" hat, könnte evtl. ein wenig helfen. Viel Gemüse, Salat mit wenig Fett zubereitet, Obst, fettarme Wurst, Fleisch, Fisch und Käse, Kartoffeln, (die einen höheren Ballaststoffgehalt haben als Nudeln und Reis) in der Ernährung sollten als normale Ernährung das ganze Jahr über zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden. Mann muß nicht seine Kalorienzufuhr stark reduzieren, um dauerhaft abzunehmen. Viel Flüssigkeit in Form von Mineralwasser, Tee und ungesüßten Getränken sind unterstützend beim Abnehmen.
 
Versuchen Sie einfach mal weniger über das Thema zu reden und einfach zu handeln. Das heißt, dauerhaft eine Lifestyleänderung durchzuführen. Mehr Bewegung (3x pro Woche zügiges Gehen, auch das Schwimmen kann dabei behilflich sein).

Betreff: Fasten gefährlich?

Pauline D. fragt: 

Betreff:   Fasten gefährlich?
Ich habe gelesen, dass es immer wieder Todesfälle beim Fasten gibt und dass Menschen mit Diabetes auf keinen Fall fasten sollten, genauso auch Krebspatienten, Senioren, chronisch Kranke, Schwangere, Herzkranke… Wer darf Fasten und wer nicht?? Ich habe keinen Diabetes aber Bluthochdruck und Arterienverkalkung. Sollte ich besser die Finger davon lassen und ist es ggf. sogar gefährlich?

Astrid Lesmeister antwortet: 

Liebe Frau D., es gibt viele Risikogruppen, bei denen vom Fasten abzuraten ist. Sie haben hier schon einige aufgezählt. Diabetes Typ2 zählt nicht zu dieser Risikogruppe, wenn nicht auch weitere Erkrankungen, wie die Diabetische Nephropathie, Lebererkrankungen, Gicht... vorliegen. Es gibt immer wieder Menschen mit chronischen Erkrankungen, die in Eigenregie "Das Fasten" durchführen, sich ein Buch über das Fasten kaufen und sich somit in Gefahr bringen. Bei bestehenden chronischen Erkrankungen sollte man sich deshalb auch mit seinem Arzt besprechen.   Menschen mit einem gesunden Stoffwechsel, mit Übergewicht, die vorhaben etwas Gewicht zu reduzieren, die eine " andere, für sich ruhigere Zeit"erleben wollen, können gerne fasten.Sie sollen aber zur Gewichtsreduktion eine andere sinnvollere Art der Ernährung auswählen, die auf Dauer gesehen einen langfristigeren Erfolg bringt.

Betreff: Fastenwandern

Christine S. fragt: 

Betreff:   Fastenwandern
Liebe Frau Lesmeister, ich bin keine Diabetikerin, aber übergewichtig; vielleicht können Sie mir dennoch meine kurze Frage beantworten: Ich plane im Mai einen Fastenwander-Urlaub - kein Essen, einmal einen Saft und sonst nur ungesüssten Tee. Nun habe ich vielfach gehört, dass sich mit dem Fett während des Fastens auch die Muskulatur verringert - und darunter auch die des Herzens. Kann ich dem durch das Wandern entgegenwirken? Sollte ich lieber noch mal zum Arzt?
Herzlichen Dank und viele Grüße Christine

Astrid Lesmeister antwortet: 

Liebe Christine, ein Fastenurlaub mit Wanderungen ist oft auf etwa eine Woche begrenzt. Es stimmt, dass beim Fasten über einen längeren Zeitraum Muskulatur abgebaut werden kann. Bei Wanderungen wird der Muskulatur mehr Sauerstoff zugeführt. Die Muskulatur baut sich also in diesem Zeitraum nicht ab. Damit Sie aber mit ruhigem Gewissen Ihren Fastenurlaub durchfürhen können, würde Ich Ihnen vorschlagen, sich einfach vorweg durchchecken zu lassen. Zur weiteren Gewichtsreduktion empfehle ich Ihnen aber kalorienreduzierte, fettreduzierte, ballaststoffreiche Kost mit viel Mineralwasser, Obst und Gemüse.   Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Fastenurlaub und viel Erfolg

Betreff: Fastenzeit - auch für Menschen mit Diabetes sinnvoll und machbar?

Martin K. fragt: 

Sehr geehrte Frau Lesmeister, ich faste nicht richtig, versuche aber zwischen Fasching und Ostern auf einiges zu verzichten und einfach weniger zu essen. Als Typ 2-Diabetiker spritze ich 4x am Tag Insulin und komme beim "Fasten" vor allem immer mittags in einen Unterzucker.

Astrid Lesmeister antwortet: 

Sehr geehrter Herr K., Schön, dass Sie sehen, dass ein Verzicht oder eine Einschränkung verschiedener Speisen zu Veränderungen der Blutzuckerwerten führen kann.   Der Verzicht in der Fastenzeit auf bestimmte Nahrungsmittel ( fettreiche Speisen, Kuchen, Teilchen, vielleicht auch Alkohol) führt zur Gewichtsabnahme. Die Folge ist, wie Sie es schon beschrieben haben, dass eine Senkung der Blutzuckerwerte eintritt.Sie spritzen 4x am Tag Insulin. Ich würde die Mittagsdosis um etwa 10% reduzieren und bei weiteren niedriegen Werten nochmal langsam, evtl. in 2er Schritten das Insulin zum Mittagessen zurückfahren. Man sieht halt, dass mit einer angepassten Ernährung oft viel weniger Insulin benötigt wird. Vielen Dank für das Zusenden Ihrer Nachricht.

Betreff: Fastenzeit - auch für Menschen mit Diabetes sinnvoll und machbar?

Birgit K. fragt: 

Ich bin Typ 2 Diabetiker, nehme Euglucon 2 mal 3,5 mg, bisher habe ich keine Begleiterkrankungen. Mein Blutdruck ist etwas erhöht. Meine Frage: Bei einer moderaten Form des Fastens - Kohlenhydrate und Fett, Kalzium, Kalium, Natrium und Vitamine extra zusetzen – kann ich da die Tabletten auch ganz absetzen? Ich habe morgen auch einen Termin bei meinem Arzt deswegen. Vielleicht sollte ich lieber in ein betreutes Fasten gehen – oder ist das übertrieben? es gibt auch Schulungen zu diesem Thema - können sie eine empfehlen?

Astrid Lesmeister antwortet: 

bei einer Fastenkur, wie das Heilfasten nach Buchinger, ist es angebracht sich mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen, um abklären zu lassen, ob dieses Fasten für Sie geeignet ist. Hierbei müßten auch Ihre Tabletten abgesetzt werden. Ein betreutes Fasten ist jederzeit zu empfehlen. Verschiedene Diabetologen, auch Hausärzte begleiten Ihre Patienten gerne bei einer Fastenkur. Es git auch Spezialkliniken, mit denen sie sich in Verbindung setzen können. Ein Beispiel: Die Buchinger Klinik am Bodensee hat sich auf dieses Heilfasten spezialisiert. unter der Internetadresse: www.buchinger.com  können sie sich gerne mal informieren. Ich wünsche Ihnen beim Fasten viel Erfolg

Betreff: Heilen mit Heilfasten?

XX fragt: 

Ist Heilfasten geeignet für Typ 2 Diabetiker? Anscheinend kann man damit chronischen Krankheiten vorbeugen oder sie sogar heilen. Wieso werden eigentlich die Abwehrkräfte durch diese Form des Fastens gestärkt und welcher Zusammenhang besteht zwischen fasten und einer gesteigerten geistigen Leistungsfähigkeit? Wahrscheinlich muss ich es einfach mal ausprobieren.

Astrid Lesmeister antwortet: 

In vielen Büchern und Veröffentlichungen über das Fasten wird eine verbesserte Lebensqualität, die sich nach dem Fasten einstellt, beschrieben. Bei vielen Menschen, die Heilfasten gemacht haben, tritt mindestens vorübergenend eine Linderung der Schmerzen (Bsp.:bei rheumatischen Erkrankungen) auf. Buchinger selbst, der 1935 das erste Buch über das Heilfasten herausgebracht hat, beschreibt eine Verbesserung seiner Gelenkbeschwerden durch das Fasten. Fasten heißt ja nicht nur auf viele Nahrungsmittel zu verzichten, sondern auch Körper und Seele ins Gleichgewicht zu bringen. Wanderungen und Abschalten vom Alltag spielen eine ebenso große Rolle.  Bei Diabetes Typ 2 kann auch das Fasten angebracht sein. Oft sieht man schon nach kurzen Zeit, dass sich Blutzuckerwerte verbessern. Bei Diabetes Typ2 ist auf lange Zeit eine Umstellung der Eßgewohnheiten, d.h. tägliche Einsparung von Kalorien und so viel Bewegung wie möglich sinnvoller. Wenn Sie das Fasten einmal ausprobieren wollen, informieren Sie sich doch mal vorort, ob es Fastengruppen gibt, die in der Fastenzeit das Heilfasten unter Anleitung durchführen.  Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Ausprobieren.

Betreff: Fasten mit Metformin

Alexander B. fragt: 

Betreff:   Fasten mit Metformin
Sehr geehrte Frau Lesmeister, als Typ 2 Diabetiker, leider auch übergewichtig, nehme ich täglich 2mal eine Tablette Metformin nach dem Essen (mittags und abends). Insulin spritze ich dabei nicht. Die nächsten 2 Wochen würde ich gerne fasten. zu welchen Zeiten sollte ich die Tabletten dann einnehmen und reicht dann auch eine? Das Fasten stelle ich mir so vor: 3 Liter Wasser am Tag, ungesüßte Tees und eine Gemüsebrühe am nachmittag. Ist das so OK?

Astrid Lesmeister antwortet: 

Sehr geehrter Herr B., Schön, dass Sie etwas gegen Ihr Übergewicht tun wollen. Sie nehmen 2x am Tag Metformin nach den Mahlzeiten zu sich, um Ihren Blutzucker zu regulieren. Während des Fastens sollten Sie diese Tabletten absetzen, um nicht in die Gefahr einer Lactatazidose zu kommen. Bevor Sie allerdings fasten, sollten sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen. Bei weiteren Erkrankungen, wie Niereninsuffizienz, Lebererkrankungen, Harnsäureerhöhung, u.s.w. ist dieses Fasten nicht zu empfehlen. Zu einer Gewichtsabnahme ist auf Dauer eine kalorienreduzierte gemischte Kost besser geeignet. Mit freundlichen Grüßen, Astrid Lesmeister

Betreff: Fasten ohne abzunehmen

Maren S. fragt: 

Betreff:   Fasten ohne abzunehmen
Hallo Frau Lesmeister, ich bin Typ 1 Diabetiker. Mein Gewicht ist im Normbereich - trotzdem möchte ich gerne fasten. Welche Art des Fastens würden Sie mir empfehlen? Abnehmen möchte ich dabei nicht unbedingt.

 

Astrid Lesmeister antwortet: 

Hallo Frau S., Fasten sollte auch nicht unbedingt zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden. Ein Fasten, um etwa den Ausgleich zu schaffen, dass das Säure - Basengleichgewicht wieder im Körper hergestellt wird, halte ich für eine gute Methode. Allerdings sollte man den Zeitraum, in dem man fastet nicht zu lange hinausdehnen. Eine gesunde Ernährung sollte zu 80% basisch sein. Das heißt, dass sie viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte beinhaltet. Beim Basenfasten wird das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen im Körper wiederhergestellt.
Ein Heifasten, bei dem nur Tees und Mineralwässer getrunken werden , halte ich für Sie nicht sinnvoll. Bestehen weitere Erkrankungen sollte Sie sich zuerst mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen.

Betreff: Basenfasten für Diabetiker?

Cornelia M. fragt: 

Liebe Frau Lesmeister,als Typ 2 Diabetikerin würde ich die Fastenzeit gerne für eine einwöchige Basenfastenkur nutzen. Basenfasten ist eine alltagstaugliche Fastenform, bei der für eine gewisse Zeit auf Säurebildner in der Nahrung verzichtet wird. Ich würde also eine Woche lang nur Gemüse und Obst essen. Kann ich das als Diabetikerin bedenkenlos tun oder schade ich mir damit? Freundliche Grüße,Cornelia M.

Astrid Lesmeister antwortet: 

Liebe Frau M., Wie Sie schon sagen ist das Basenfasten ist eine alltagstaugliche Fastenform, die genügend Nährstoffe enthält, um den Körper gut zu versorgen. Eine Fastenkur auf dieser Basis kann ich nur empfehlen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Fasten.

Betreff: Fastenzeit für Diabetiker

Iris B. fragt: 

Betreff:   Fastenzeit für Diabetiker
Sehr geehrte Frau Leismeister, das Thema "Fasten für Diabetiker" interessiert mich sehr: Bevor der Diabetis bei mir bekannt war, habe ich stationär in einer Naturheilklinik 14 Tage bis 4 Woche nach "Buchinger" unter ärztlicher Aufsicht gefastet, nicht nur um mein "Idealgewicht" zu erhalten, sondern um Blutwerte zu verbessern, den Körper wieder "Fit" zu bekommen.
Jetzt nehme ich Tabletten bei Diabetis (Metformin). Ist jetzt ein Fasten möglich, wenn ja, wann sollen die Medikamente reduziert, abgesetzt werden, wie lange kann man fasten, wie sieht die Aufbaukur danach aus?
Was sollte man insgesamt beachten?

Astrid Lesmeister antwortet: 

Sehr geehrte Frau B., Sie haben das Heilfasten in einer Klinik unter Betreuung von Fachpersonal schn mal durchgeführt. Eine neue Situation ist dazugekommen. Bei Diabetes Typ2 unter der Behandlung mit Metformin sollte diese Tablette vor beginn der Fastenwoche abgesetzt werden. Eine Woche halte ich für angemessen.Eine Aufbaukur kann man mit gegarten Äpfeln am ersten Tag beginnen, dann eine Feige und leichtverdauliche kohlenhydrathaltige Lebensmittel hinzunehmen. Sie sollten Ihren Arzt mit ins Boot nehmen, der sie während der Fastenwoche beträut und Ihnen auch sagt, wann Sie Ihre Tablette wieder einnehmen sollen. Insgesamt sollten sie daran denken, dass viel Flüssigkeit notwendig ist zum entschlacken. Auch sollten Sie Ihre Blutzuckermessungen in dieser Zeit kosequent durchführen.

Betreff: Süßstoff

B. fragt fragt: 

Betreff:   Süßstoff
Kann Süßstoff ohne bedenken genommen werden oder ist der Süßstoff krebserregend?

Astrid Lesmeister antwortet: 

Sehr geehrter Herr B., seit den 80ger Jahren kursiert die Aussage, dass Süßstoff krebserregend sein soll. Diease Aussage ist nicht belegt. Süßstoffe sind synthetisch hergestellte Zukerersatzstoffe mit extrem hoher Süßkraft, die keine Kalorien besitzen mit Ausnahme von Aspartam. Es gibt einige Studiendien,die belegen, dass durch einen erhöhten Verzehr von Süßstoffen, durch den süßen Geschmack Insulin ausgeschüttet wird.Durch den Blutzuckerabfall wird zumindest bei Tieren der Appetit angeregt.  

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) legt für jeden Lebensmittelzusatzstoff, so auch für jeden einzelnen Süßstoff, einen ADI.Wert fest, der den lebenslang unbedenklichen Tagesverzehr pro Kilogramm Körpergewicht beschreibt. Tabletten, wie die folgenden, lassen uns gern in dem Glauben ADI-Werte seien kaum erreichbar. Bereits mit 11 Cyclamat-Süßstofftabletten ist der ADI-Wert erreicht. Bei Saccarin sind es 21 Tabletten und bei der Kombination Cyclamat/Saccarin 19 Stück. Acesulfam-K ist unbedenklich und wird unverändert wieder ausgeschieden. Es ist hitzebeständig und kann zum Kochen und Backen verwendet werden.