Gesunde Ernährung im Alter

Ältere Patientin/Frau bei Arzt/Diabetesberater

Auch im Alter bildet eine gesunde Ernährung in Kombination mit ausreichend Bewegung die Basis eines gesunden Lebensstils. Durch die Veränderung der Körperzusammensetzung (mehr Fettmasse, weniger Muskeln) steigt das Risiko für Diabetes Typ 2. Beugen Sie mit einem gesunden Lebensstil vor! Auch, wenn Sie bereits an Diabetes Typ 2 erkrankt sind, hilft Ihnen ein gesunder Lebensstil, da Sie Ihren Blutzucker besser im Griff haben. So können Sie nicht nur Folgeerkrankungen minimieren, sondern auch das Sturz-Risiko mindern, indem Sie Hypoglykämien vermeiden. Im Alter nimmt der Energiebedarf leicht ab, während der Nährstoffbedarf gleichbleibt. Die Qualität der Ernährung sollte also besonders hoch sein: Wählen Sie Lebensmittel, die reich an Nährstoffen und gleichzeitig eher arm an Energie sind (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte).

Ihr Körper ist im Alter etwas anfälliger für Infektionen. Schützen Sie sich durch gute Küchenhygiene. Halten Sie Speisen nicht zu lange warm und stellen Sie Reste sofort in den Kühlschrank.

Welche Vitamine sind für mich besonders wichtig?

Die körpereigene Vitamin-D-Bildung nimmt mit dem Alter ab. Achten Sie weiterhin darauf, sich viel an der frischen Luft aufzuhalten und die Nase, wann immer möglich, in die Sonne zu strecken. Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Status von Ihrem Arzt überprüfen.

Trinken im Alter

Wie viel sollte ich am Tag trinken?

Die Flüssigkeitsmenge (1,5 l am Tag), die Ihr Körper braucht, und auch die Getränkeauswahl unterscheidet sich nicht von Jüngeren. Allerdings lässt mit dem Alter das Durstempfinden nach. Nutzen Sie daher Tricks, um sich selbst ans Trinken zu erinnern. Ausreichend Trinken ist für Sie besonders wichtig, da schon ein geringer Flüssigkeitsmangel zu Konzentrationsschwäche, Schwindel und Problemen mit dem Blutdruck führen kann – all das birgt ein Sturzrisiko.

Ich habe gar keinen Appetit und das Essen macht mir keinen Spaß mehr.

Mit dem Alter nimmt auch der Appetit ab. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, Speisen ansprechend herzurichten und die Atmosphäre für die Mahlzeiten angenehm zu gestalten. Essen Sie möglichst oft in Gesellschaft. Haben Sie Probleme Besteck, Glas und Co richtig zu greifen? Es gibt spezielles Geschirr, das auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Beachten Sie, dass Sie die Medikamenten- bzw. Insulindosis ggf. an Ihre neuen Essgewohnheiten anpassen müssen. Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken darüber, wie Ihre Diabetes-Versorgung später aussehen soll. Lassen Sie sich zu Stech-, Messhilfen und Pens beraten, die größere Displays und ggf. eine Sprachausgabe haben. Sprechen Sie mit Ihren Verwandten, was im Falle einer Demenz zu tun ist – denn Essen und das Diabetes-Management bleibt dann oft auf der Strecke.

 

[Stand: Oktober 2017, KR]

Quellen:

InForm, „66 Tipps für ein genussvolles und aktives Leben mit 66+“
aid-Informationsdienst, „Essen & Trinken im Alter – Tipps für den Alltag“, 2014
DGE, „DGE-Praxiswissen – Essen und Trinken bei Diabetes mellitus im Alter“, 2014
DGE, „DGE-Praxiswissen – Essen und Trinken im Alter“, 2014
Dr. Maike Groenevald und Dr. Lioba Hofmann, „Die Wechseljahre des Frau  - Ernährung und andere Lebensstilfaktoren“, 2011
DDG, „Nationale Versorgungs-Leitlinie Therapie des Typ-2-Diabetes“, AWMF-Register:Nr.: nvl-001g, November 2014