(Religiöses) Fasten

Ist Fasten gesund?

Ob aus religiösen, spirituellen oder anderen Gründen: Fasten ist Stress für den Körper. Während des Fastens sinkt der Energieverbrauch um ca. 15 %. Gleichzeitig kommt es zum übermäßigen Fettabbau. Auch wenn „Fettabbau“ zunächst verlockend klingen mag, hat der massive Abbau negative Folgen: Die Niere kommt mit dem Entgiften nicht hinterher, es kann zu Gicht-Anfällen, Problemen mit dem Kreislauf und lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen durch einen Mangel an Kalium kommen. Außerdem wird Muskelmasse abgebaut, wodurch der Energieverbrauch auch langfristig erniedrigt bleibt. Daher ist Fasten insgesamt eher nicht gesund.

Bei starkem Übergewicht kann Fasten als Therapie eingesetzt werden, dies sollte dann aber unter stationären Bedingungen erfolgen. Als Therapie für einen Typ-2-Diabetes ist Fasten nicht geeignet.

Ich habe Diabetes und möchte fasten, was muss ich beachten? 

Wenn Sie Diabetes (Typ 1 oder Typ 2) haben und fasten wollen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt: Je nachdem, welche Medikamente Sie nehmen, muss die Dosis angepasst werden. Das gilt auch für das Ramadan-Fasten.

 

[Stand: November 2017, KR]

Quelle:

Alexandra Schek, Ernährungslehre kompakt, 6. Auflage 2017, Umschau Zeitschriftenverlag.