Schützen Sie Herz und Blutgefäße

Mann Herzinfarkt

Diabetes mellitus kann neben verschiedenen Organen wie Nieren, Augen oder Nerven auch das Herz und die großen Blutgefäße in Mitleidenschaft ziehen. So erkranken Diabetiker sehr viel häufiger an einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) als Gesunde. Damit steigt auch ihr Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Erkrankungen der Blutgefäße haben zur Folge, dass das Blut schlechter durch die Gefäße fließt und die Organe nicht mehr optimal mit Sauerstoff versorgt werden. Sind die Herzkranzgefäße betroffen, spricht man von der „koronaren Herzkrankheit“. Eine Folge davon kann ein Herzinfarkt sein. Ist die Durchblutung der Halsschlagadern, die das Gehirn mit Sauerstoff versorgen, gestört, kann es im schlimmsten Fall zu einem Schlaganfall kommen.

Ebenfalls kann die „periphere arterielle Verschlusskrankheit“ Spätfolge eines Diabetes sein. Dabei schränken Verengungen in den Beinarterien die Durchblutung ein. Weil die Patienten beim Gehen Schmerzen haben und häufig stehen bleiben, wird die Krankheit auch „Schaufensterkrankheit“ genannt.

Regelmäßig zur Kontrolle!

Je besser Diabetes behandelt und der Stoffwechsel eingestellt wird, desto kleiner ist die Gefahr für solche Spätfolgen. Ein niedriger Blutdruck schont die Gefäße. Auch ein gut eingestellter Blutzucker ist wichtig. Die beste Vorbeugung ist eine gewissenhafte Blutzuckerkontrolle und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Facharzt. Daher sollten Menschen mit Diabetes ein- bis zweimal im Jahr ihre Blutfettwerte (LDL- und HDL-Cholesterine sowie Triglyzeride) bestimmen und ihre Gefäße untersuchen lassen:

Indem der Arzt den Puls an Beinen und Hals tastet und mit dem Stethoskop abhört, kann er ermessen, ob eventuell eine Arterienverkalkung vorliegt. Ein genaueres Bild erhält er mit einer Ultraschall-Doppleruntersuchung der Beinarterien und einem Elektrokardiogramm (EKG). Diabetiker sollten bei ihren Kontrolluntersuchungen mit ihrem behandelnden Arzt besprechen, ob und wann bei ihnen auch eine Ultraschalluntersuchung des Herzen notwendig ist. Außerdem kann ein Belastungstest auf dem Fahrradergometer (Belastungs-EKG) bei Zuckerkranken klären, ob ihr Herz noch in Ordnung ist oder ob sie kardiologische Hilfe benötigen. Umgekehrt führen Kardiologen bei Herzpatienten einen Blutzuckerbelastungstest durch. Dabei wird untersucht, wie stark nach einem zuckerhaltigen Getränk der Blutzucker steigt.

Cholesterinbewusst ernähren

Beugen Sie Gefäßkrankheiten außerdem mit einer cholesterinarmen Ernährung sowie ausreichend Bewegung vor. Ein erhöhter Blutfettspiegel trägt entscheidend dazu bei, dass Arteriosklerose entsteht und als Folge dessen ein Infarkt ausgelöst werden kann.

5 Fakten zum Notfall bei Angina pectoris, Herzinfarkt, Schlaganfall und Lungenembolie: Symptome erkennen, richtig handeln

Etwa 280 000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich einen Herzinfarkt, über 200 000 einen Schlaganfall. Mehr als ein Drittel von ihnen stirbt an einem solchen „Apoplex“. Diabetiker sind häufig gefäß- und herzkrank. Betroffene sollten wissen, welche Notfälle bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten können und woran sie sie erkennen. Denn bei Herzschwäche, Herzinfarkt, Schlaganfall und Lungenembolie ist rasche ärztliche Hilfe sehr wichtig.