Untersuchungen schützen vor Folgekrankheiten bei Diabetes

Mann beim Blut abnehmen

Lassen Sie folgende Untersuchungen regelmäßig durchführen, um Folgekrankheiten bei Diabetes mellitus zu vermeiden oder frühzeitig zu erkennen. Tragen Sie die bei den Untersuchungen gemessenen Werte und die vom Arzt festgelegten Therapieziele in Ihren Diabetes-Gesundheits-Pass ein.

Bei jedem Arztbesuch

  • Gewicht, Blutdruck, Blutzucker

Viertel- bis halbjährlich

  • Blutzucker, HbA1c-Wert, Mikroalbuminurie
  • Körpergewicht, Taillenumfang
  • Blutdruck (5 Minuten Ruhe)
  • Auch die Frage nach dem Risikofaktor Rauchen gehört zur Überwachung des möglichen Risikos von Spätfolgen.
  • Halbjährliche Augenspiegelungen, wenn der Diabetes schon länger als zehn Jahre besteht.

Jährlich

  • Augenärztliche Kontrolle, also Spiegelung des Augenhintergrundes
  • Nierenfunktionstest; dabei wird der Blutdruck, die Ausscheidung von Eiweiß im Harn (Mikroalbuminurie) und das Kreatinin gemessen und ein Urinstatus durchgeführt.
  • Untersuchung des peripheren Nervensystems, also der Nerven in Armen und Beinen inklusive eines Stimmgabeltests.
  • Untersuchung der Gefäße (Gefäßstatus) einschließlich einer Doppler-Untersuchung (eine Form des Ultraschalls)
  • Ruhe-EKG, ggf. Belastungs-EKG und Herz-Echo
  • Blutfette (Lipidstatus): Cholesterin (HDL und LDL) und Triglyzeride; die Zielwerte werden je nach individuellem Therapieziel festgelegt.
  • Fußinspektion
  • Wohlbefinden

Quelle: Das große TRIAS-Handbuch für Diabetiker, TRIAS Verlag, Stuttgart