Das Wasser bringt's doppelt - Schwimmen

Menschen schwimmen im Pool
Menschen schwimmen im Pool

Kaum eine „alltägliche“ Sportart verbraucht mehr Energie und ist dabei so gelenkschonend wie Schwimmen. Im Schwimmsport gibt es mehrere Stile, mit denen die Fortbewegung im Wasser möglich ist.

Die bekanntesten Stile sind Brust- und Rückenschwimmen sowie das schnellere Kraulen. Anfänger sollten mehr auf eine saubere Technik als auf die Geschwindigkeit achten. Schneller geht‘s dann von ganz alleine. Neben Schwimmkursen für jedes Alter kann es helfen, sich gute Schwimmer in Aktion genauer anzuschauen und auf Details zu achten.

Um beim Brustschwimmen den Rücken nicht zu belasten, sollte der Kopf beim Ausatmen flach ins Wasser gehalten werden, sodass der Rücken lang und flach im Wasser liegt. Wird der Kopf lange über Wasser gehalten, überstreckt sich die Halswirbelsäule, zusätzlich entsteht ein Hohlkreuz – beides sorgt für Beschwerden. Beim Kraulen und Rückenschwimmen kommt es zu weniger Fehlhaltungen, weil der Körper flach im Wasser liegt. Um sich auf dem Rücken zu orientieren, merken Sie sich Punkte an der Decke, so fällt es leichter eine gerade Bahn zu schwimmen und sich rechtzeitig umzudrehen. Achten Sie im Schwimmbad auch auf Ihre Füße: am besten immer Badeschlappen tragen, um Infektionen und Verletzungen zu vermeiden.

Weil die Sportart so anstrengend ist, essen Sie ausreichend langsam wirkende Kohlenhydrate und senken Sie ggf. die Insulinrate. Ideal ist eine letzte größere Mahlzeit 2-3 Stunden vorm Training. Warmes Wasser verstärkt die Durchblutung, die Insulinempfindlichkeit steigt. In kaltem Wasser ist der Energieverbrauch höher durch den Wärmeverlust. Beide Situationen begünstigen Unterzuckerungen und machen eine Reduktion der Insulindosis erforderlich. Achten Sie gut darauf, nicht zu unterzuckern, um einen Vorfall im Wasser zu vermeiden. Typische Symptome wie Schweißausbrüche, Frieren oder Zittern sind im kühlen Nass nicht bemerkbar oder schwerer zuzuordnen. Es gilt: regelmäßig Messen!

Zur Kontrolle das Blutzuckergerät wassergeschützt griffbereit haben und außerhalb des Beckens regelmäßig messen. Wie bei anderen Wassersportarten eignen sich als schnelle Helfer unterschiedliche Glucose-Gels, die zur Not auch im Wasser problemlos aufgenommen werden können. Dies betriff auch die Zeit nach dem Schwimmen: der Muskelauffülleffekt führt noch mehrere Stunden danach zu einem geringeren Insulinbedarf.

  • Wer Schwimmen kann, bedarf keiner Vorkenntnisse. Schwimmen lässt sich ansonsten in jedem Altern neu lernen.
  • Effektives Training ohne Schwitzen
  • Verbesserung der Muskulatur, Kondition und Herz-Kreislauf-System
  • Ganzkörpertraining mit Schwerpunkt auf Schulter- und Armbereich sowie des
  • Rückens und der Beine
  • Verbrauch: sehr unterschiedlich, am besten mit MET berechnen

 

[Stand Juni 2019, CL]
Quellen:
Ulrike Thurm, Bernhard Gehr – Diabetes- und Sportfibel, 4. Auflage, Kirchheim Verlag.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwimmsport. Zugriff am 20.02.2019.
https://zuckerjunkies.com/schwimmen-mit-diabetes. Zugriff am 21.02.2019.