Politische Stellungnahmen

Nationale Reduktionsstrategie 2016

Im Bundeshaushalt sind für 2016 zwei Mio Euro für die Erarbeitung einer nationalen Strategie vorgesehen, die den Gehalt an Zucker und Salz in Fertigprodukten sowie eine reduzierte Aufnahme von gesättigten Fetten reduzieren soll. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe appelliert an die Bundesregierung, im Hinblick auf gesättigte Fette eine Zielformulierung auf Produktebene zu ergänzen, im Hinblick auf Zucker ein ehrgeizigeres Ziel mit kürzerer Laufzeit zu verfolgen und gemäß den Empfehlungen der WHO auch effektivere Maßnahmen mit ökonomischen Anreizen für die Lebensmittelwirtschaft in Betracht zu ziehen.

Strategiepapier der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) zur Primärprävention 2015

Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) entwickeln sich in Deutschland zu einem wachsenden Problem. Immer mehr Menschen – auch Kinder und Jugendliche – sind zu dick: Über die Hälfte der Erwachsenen und 15 Prozent der Drei- bis Siebzehnjährigen sind übergewichtig; ein knappes Viertel der Erwachsenen und sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen sind sogar adipös – Tendenz steigend. Insbesondere das Übergewicht im Kindes- und Jugendalter stellt ein Problem dar: Dicke Kinder werden meist dicke Erwachsene und sie haben ein erhöhtes Risiko für nichtübertragbare Krankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen.

Stellungnahme zum Urteil des Bundessozialgerichts: Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung gelten als "neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode" (27.7.2015)

Das Bundessozialgericht hat mit einem aktuellem Urteil entschieden, dass Systeme zur „kontinuierlichen Messung des Zuckergehalts im Unterhautfettgewebe“ im Gegensatz zu Blutzuckermessgeräten keine Hilfsmittel sind. Der Ausschuss Soziales der Deutschen Diabetes-Gesellschaft, die Arbeitsgemeinschaft Diabetes & Technologie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft sowie diabetesDE weisen darauf hin, dass das Urteil des Bundessozialgerichts nicht bedeutet, dass die Verordnung eines CGM für Kassenpatienten generell ausgeschlossen sei.

Ein Nationaler Diabetesplan für Deutschland - Update 2015

Derzeit leben mehr als 6 Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland, jedes Jahr kommen etwa 300.000 Menschen hinzu. Die Erkrankung wird durchschnittlich erst 10 Jahre nach Ausbruch festgestellt. Die Zahl der Menschen mit Diabetes ist zwischen 1988 und 2012 um 38% gestiegen; davon sind14% bedingt durch die Alterung der Bevölkerung, 24% durch „andere Faktoren“, z.B. einen ungesunden Lebensstil (1). Pro Jahr werden 40.000 Amputationen, 2.000 Erblindungen und ca. 2.300 Niereninsuffizienzen mit Dialysepflicht durch den Diabetes verursacht. Pro Jahr entstehen rund 48 Mrd. € direkte Kosten für das Gemeinwesen durch Diabetes und seine Folgekrankheiten (2), ca. 80% der Kosten entstehen durch die Folgeerkrankungen.

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG, Referentenentwurf vom 20.10.2014)

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und ihre Mitgliedsorganisationen, Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe (VDBD) und Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) begrüßen, dass die Bundesregierung den Gesetzesentwurf zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention gemäß der Vorgabe des Koalitionsvertrages nun auf den Weg bringt.

Vorläufigen Berichtsplan des IQWIG im Auftrag des G-BA zur „Kontinuierlichen interstitiellen Glukosemessung (CGM) mit Real-time-Messgeräten bei insulinpflichtigem Diabetes mellitus“

In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisieren die Arbeitsgemeinschaft Diabetologische Technologie (AGDT), die Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und diabetesDE den vorläufigen Berichtsplan des IQWIG im Auftrag des G-BA zur „Kontinuierlichen interstitiellen Glukosemessung (CGM) mit Real-time-Messgeräten bei insulinpflichtigem Diabetes mellitus“.

Zur Bewertung der kontinuierlichen Glukosemessung mit Real-Time Messgeräten

Das Kontinuierliche Glukose-Monitoring (CGM) stellt eine diagnostische Technik dar, die bei Patienten mit Typ 1-Diabetes mellitus mit bestimmten Indikationen nachweislich zu einer Verbesserung der Stoffwechselkontrolle sowie zu einer Reduktion des Hypoglykämierisikos führt. Die Kosten für CGM-Systeme übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen bislang nur im Einzelfall auf Antrag und nach Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK). diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe fordert in einer aktuellen Stellungnahme daher eine Erstattung für jenen Patientenkreis, der von einer Nutzung der CGM deutlich profitieren würde.

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