Politische Stellungnahmen und Positionen

Positionspapier Diabetesvorbeugung und Ernährung

Im Jahr 1960 hatten in Deutschland weniger als 1% der Menschen Diabetes; heute ist Diabetes eine Volkskrankheit geworden, die sich epidemisch ausbreitet. In Deutschland sind etwa 7 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt; es besteht eine hohe Dunkelziffer und jedes Jahr erkranken zusätzlich rund...

Verordnungsausschluß von Pioglitazon zu Lasten der GKV

Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) und diabetesDE kritisieren den vollständigen Verordnungsausschluss von Pioglitazon durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Im Gegensatz zum G-BA vertritt die DDG die Ansicht, dass es Patientengruppen gibt, bei denen der Nutzen der Glitazone den möglichen Schaden durch unerwünschte Wirkungen überwiegt.

Arzneiversorgungsvertrag zwischen Apothekerverband (DAV) und Verband der Ersatzkassen (vdek)

diabetesDE versteht, dass der Apothekerverband (DAV) und der Verband der Ersatzkassen (vdek) grundsätzlich bemüht sind, die Kosten im Gesundheitswesen langfristig zu senken. Eine angestrebte Umstellquote auf kostengünstigere Blutzuckermessgeräte und –teststreifen bei 10% der Patienten ist aus Sicht von diabetesDE dann vertretbar, wenn dieser Anteil der Patienten aus ihrer souveränen Entscheidung heraus bereit wäre oder darauf bestünde, preiswertere Produkte zu nutzen.

Stellungnahme von diabetesDE zum Arzneiversorgungsvertrag zwischen Apothekerverband (DAV) und Verband der Ersatzkassen (vdek)

An zehn Prozent der Diabetespatienten, die bei einer Ersatzkasse versichert sind, sollen künftig kostengünstigere Blutzuckerteststreifen abgegeben werden. Dies sieht ein neuer Versorgungsvertrag zwischen dem Apothekerverband (DAV) und dem Verband der Ersatzkassen (vdek) vor, der seit 1. Oktober 2010 in Kraft ist. diabetesDE warnt dabei vor Lücken in der Patientensicherheit und vor Einschränkungen in der selbstbestimmten Diabetestherapie. Außerdem kritisieren die Experten die fehlende Informationsweitergabe dieses Beschlusses an Patienten, Ärzte und Apotheker. Dies führe zu erheblichen Umsetzungsproblemen in der Praxis.

Änderung der Arzneimittelrichtlinie in der Anlage III: Ergänzung um Nr. 33 b Insulinanaloga, schnellwirkende, zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ-1

Kurz wirksame Insuline ermöglichen Kindern und Jugendlichen mit Diabetes Typ 1 ein fast normales Leben. Sie erhalten bisher entweder kurz wirksames Humaninsulin oder künstlich hergestelltes Insulin. Das heutige breite Therapieangebot hat messbare gesundheitliche Vorteile. Trotzdem könnte eines der Medikamente – die kurz wirksamen Insulinanaloga – schon bald nicht mehr von den Gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden, warnen diabetesDE und die Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Diabetelogie (AGPD) der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und nehmen dazu Stellung.

Änderung der Arzneimittelrichtlinie und der Anlage III: "Harn- und Blutzuckerteststreifen bei Menschen mit Diabetes Typ 2"

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat auf der Basis eines IQWiG-Berichts einen Beschlussvorschlag zur Änderung der Arzneimittel-Richtlinie veröffentlicht und ein entsprechendes Stellungnahmeverfahren eingeleitet: Darin empfiehlt der G-BA, Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, die nicht mit Insulin behandelt werden, künftig Harn- und Blutzuckerteststreifen nicht mehr zu erstatten. diabetesDE, die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), der Verband der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) und die Deutsche Diabetes Stiftung (DDS) sehen in der Blutzuckerselbstkontrolle eine entscheidende Voraussetzung für die Motivation, Schulung und Therapie jedes Diabetes-Patienten und begründen dies in einer gemeinsamen offiziellen Stellungnahme an den G-BA.

Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zu langwirksamen Insulinanaloga

Die am 18.3.10 veröffentlichte Beschlussvorlage des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) schließt langwirksame Analoginsuline aus der Erstattungsfähigkeit für gesetzlich versicherte Typ 2 Diabetespatienten aus, so lange sie teurer sind als Humaninsulin. In einer Stellungnahme kritisieren diabetesDE und die Deutschen Diabetes Gesellschaft diesen G-BA-Beschluss als falsch und gefährlich für die betroffenen Patienten.

Positionspapier Prävention Diabetes mellitus

Mehr als 90 % der Diabeteserkrankungen zeigen einen Typ 2 Diabetes. Bei der Mehrzahl der Fälle könnte der Ausbruch der Erkrankung durch einen richtigen Lebensstil verhindert oder zumindest verzögert werden. Da der einmal erworbene Lebensstil nur schwierig zu ändern ist, sollte die Prävention im...

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