Geschäftsberichte

Geschäftsbericht 2021

Es ließ sich nicht vermeiden, der Jahresbericht 2021 ist wieder geprägt vom C-Wort: Corona. Ein Virus bestimmt die Welt und das C hinterlässt sogar nachhaltige Spuren im Wortschatz der Deutschen. Es entstanden im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Wortschöpfungen, über die wir in ein paar Jahren hoffentlich lachen werden: Snutenpulli, Zweitimpfling, Boosterimpfung, Impfdrängler, Mini-Ischgl oder Distanzbier sind nur einige der 2 000 neuen Wörter in 2021, die das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) im Zusammenhang mit der Pandemie kürzlich vorstellte. Hand aufs Herz: Wie viele „Distanzbiere“ haben Sie getrunken? Wir ziemlich viele, auch wenn nur heißer Tee drin war.

Geschäftsbericht 2020

Menschen mit Diabetes gehören zur Corona-Risikogruppe. Punkt. Wie oft haben wir das 2020 in den Medien gelesen, undifferenziert und ohne weitere Erläuterung. Sollten in der Tat über 8 Mio. Menschen mit Diabetes zur Risikogruppe gehören? Selbst das Bundesgesundheitsministerium veröffentlichte eine plakative Kurzfassung über die COVID-19-Risikogruppen, ohne deutlich zu machen, dass das Risiko laut Studienlage nur für Menschen mit Diabetes mit kardio-vaskulären Vorerkrankungen und/oder einer instabilen Stoffwechsellage gilt. Die Betroffenen waren zutiefst verunsichert, selbst stabil eingestellte Menschen mit Diabetes wähnten sich in der Risikogruppe. Wir von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe haben 2020 alles daran gesetzt, dieser Verunsicherung entgegen zu wirken und extra eine Landing-Page mit immer aktuellen Informationen zu Corona und Diabetes aufgesetzt: www.diabetesde.org/corona.

Geschäftsbericht 2019

Die Corona-Pandemie hat die Welt aus den Fugen geraten lassen. Innerhalb weniger Wochen war nichts mehr so, wie es war, und wahrscheinlich wird es auch nie mehr so sein. Um die Risikogruppen zu schützen, wurde das öffentliche Leben und vor allem die sozialen Kontakte maximal eingeschränkt. Ängste und Panik machten sich breit. Insbesondere Menschen mit Diabetes waren und sind höchst verunsichert, da sie in den Medien undifferenziert als eine der Hauptrisikogruppen dargestellt wurden. Hier ist eine jedoch eine differenzierte, individuelle Betrachtung erforderlich und vor allem ist es wichtig, Menschen mit Diabetes mellitus dahingehend zu beraten, was für sie im Umgang mit der Pandemie wichtig ist und wie sie es am besten in der Prävention und Therapie umsetzen. Durch Corona ist Diabetes ein Stück weit mehr in den öfffentlichen Fokus gerückt. Was immer noch kaum einer weiß: Auch vor der Ausbreitung des Coronavirus war jeder 5. Todesfall in Deutschland auf Diabetes zurückzuführen. Wussten Sie, dass täglich in Deutschland über 1 500 und jährlich über 500 000 Menschen neu an Diabetes erkranken?

Geschäftsbericht 2018

Eine brandneue Publikation des Deutschen Diabetes- Zentrums (DDZ) und des Robert Koch-Instituts (RKI) prognostiziert, dass wir in 20 Jahren bis zu 12,3 Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland haben werden, aktuell sind es mehr als 7 Millionen Menschen. Besonders stark nimmt die Zahl der älteren Menschen mit Diabetes Typ 2 zu, 2040 wird jeder zweite der etwa 90-Jährigen von der Krankheit betroffen sein. Andererseits werden die Neuerkrankten immer jünger: In den letzten Jahren nahmen die Erkrankungen vor allem bei den Menschen unter 65 Jahre zu. Das sind dramatische Zahlen, die uns von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe in große Sorge versetzen. Als Interessenvertretung der Menschen mit Diabetes, deren Angehörige und Risikopatienten fragen wir uns: Werden wir zukünftig genügend qualifizierte Ärzte in Praxen und Kliniken und weitergebildetes Pflegepersonal haben? Werden wir die qualitätsgerechte Versorgung bei der Quantität der Betroffenen aufrecht erhalten können? Schon heute fehlt es an medizinischem Nachwuchs in der Diabetologie. Um einen Diabetologen aufzusuchen, müssen Patienten im ländlichen Raum mitunter mehrere Hundert Kilometer weit fahren. Eine Pilotstudie des Verbands der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe (VDBD) von 2017 hat gezeigt, dass Diabetespatienten auf dem Land klare Defizite beim Blutzuckermessen und beim Insulinspritzen haben.