Geschäftsberichte

Geschäftsbericht 2020

Menschen mit Diabetes gehören zur Corona-Risikogruppe. Punkt. Wie oft haben wir das 2020 in den Medien gelesen, undifferenziert und ohne weitere Erläuterung. Sollten in der Tat über 8 Mio. Menschen mit Diabetes zur Risikogruppe gehören? Selbst das Bundesgesundheitsministerium veröffentlichte eine plakative Kurzfassung über die COVID-19-Risikogruppen, ohne deutlich zu machen, dass das Risiko laut Studienlage nur für Menschen mit Diabetes mit kardio-vaskulären Vorerkrankungen und/oder einer instabilen Stoffwechsellage gilt. Die Betroffenen waren zutiefst verunsichert, selbst stabil eingestellte Menschen mit Diabetes wähnten sich in der Risikogruppe. Wir von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe haben 2020 alles daran gesetzt, dieser Verunsicherung entgegen zu wirken und extra eine Landing-Page mit immer aktuellen Informationen zu Corona und Diabetes aufgesetzt: www.diabetesde.org/corona.

Geschäftsbericht 2019

Die Corona-Pandemie hat die Welt aus den Fugen geraten lassen. Innerhalb weniger Wochen war nichts mehr so, wie es war, und wahrscheinlich wird es auch nie mehr so sein. Um die Risikogruppen zu schützen, wurde das öffentliche Leben und vor allem die sozialen Kontakte maximal eingeschränkt. Ängste und Panik machten sich breit. Insbesondere Menschen mit Diabetes waren und sind höchst verunsichert, da sie in den Medien undifferenziert als eine der Hauptrisikogruppen dargestellt wurden. Hier ist eine jedoch eine differenzierte, individuelle Betrachtung erforderlich und vor allem ist es wichtig, Menschen mit Diabetes mellitus dahingehend zu beraten, was für sie im Umgang mit der Pandemie wichtig ist und wie sie es am besten in der Prävention und Therapie umsetzen. Durch Corona ist Diabetes ein Stück weit mehr in den öfffentlichen Fokus gerückt. Was immer noch kaum einer weiß: Auch vor der Ausbreitung des Coronavirus war jeder 5. Todesfall in Deutschland auf Diabetes zurückzuführen. Wussten Sie, dass täglich in Deutschland über 1 500 und jährlich über 500 000 Menschen neu an Diabetes erkranken?

Geschäftsbericht 2018

Eine brandneue Publikation des Deutschen Diabetes- Zentrums (DDZ) und des Robert Koch-Instituts (RKI) prognostiziert, dass wir in 20 Jahren bis zu 12,3 Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland haben werden, aktuell sind es mehr als 7 Millionen Menschen. Besonders stark nimmt die Zahl der älteren Menschen mit Diabetes Typ 2 zu, 2040 wird jeder zweite der etwa 90-Jährigen von der Krankheit betroffen sein. Andererseits werden die Neuerkrankten immer jünger: In den letzten Jahren nahmen die Erkrankungen vor allem bei den Menschen unter 65 Jahre zu. Das sind dramatische Zahlen, die uns von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe in große Sorge versetzen. Als Interessenvertretung der Menschen mit Diabetes, deren Angehörige und Risikopatienten fragen wir uns: Werden wir zukünftig genügend qualifizierte Ärzte in Praxen und Kliniken und weitergebildetes Pflegepersonal haben? Werden wir die qualitätsgerechte Versorgung bei der Quantität der Betroffenen aufrecht erhalten können? Schon heute fehlt es an medizinischem Nachwuchs in der Diabetologie. Um einen Diabetologen aufzusuchen, müssen Patienten im ländlichen Raum mitunter mehrere Hundert Kilometer weit fahren. Eine Pilotstudie des Verbands der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe (VDBD) von 2017 hat gezeigt, dass Diabetespatienten auf dem Land klare Defizite beim Blutzuckermessen und beim Insulinspritzen haben.

Geschäftsbericht 2017

Was haben Philipp Lahm und Inka Bause gemeinsam? Beide setzen sich für die Aufklärung beim Diabetes mellitus ein. 7 Mio. Menschen mit Diabetes leben in Deutschland, eine bedrohlich hohe Zahl. Denn es ist in den letzten Jahren nicht gelungen, diese Zahl zu minimieren, im Gegenteil, aktuell kommen täglich 1 000 Neuerkrankte hinzu. Mehr Erkrankte bedeuten mehr Leid durch Folgeerkrankungen, aber auch mehr Gesundheitskosten, derzeit 35 Mrd. Euro pro Jahr. Doch die letzten vier Jahre verharrte die Politik in einer Art „Koalitions-Lethargie“, bahnbrechende Maßnahmen zur Prävention des Typ-2-Diabetes, früher auch Altersdiabetes genannt, wurden nicht implementiert. Weder zur Primärprävention, also die Verhinderung des Ausbruchs der Erkrankung durch Maßnahmen gegen Übergewicht und Adipositas insbesondere im Kindes- und Jugendalter, noch zur Sekundärprävention, also z.B. Maßnahmen zur Lebensstilintervention bei bereits bestehender Erkrankung, die mehr Bewegung und gesunde Ernährung fördern. So darf beispielsweise eine klare Nährwertkennzeichnung auf verpackten Lebensmitteln kein frommer Wunsch bleiben, sondern muss zur Verpflichtung für die Lebensmittelindustrie werden.

Geschäftsbericht 2016

Am Weltdiabetestag 2016 haben wir die Hohenzollernbrücke in Köln blau angeleuchtet mit der Botschaft: „Wir bauen Brücken. Für Menschen. Mit Diabetes.“ 6,7 Mio. Menschen in Deutschland sind betroffen. Wer nicht an Diabetes erkrankt ist, kann nicht nachempfinden, was die tägliche Bewältigung für die Betroffenen bedeutet. Ab der Diagnose der chronischen Krankheit ist klar: Diabetes begleitet die Menschen unendlich. 365 Tage, 24 Stunden. Das ist auch der gemeinsame Nenner der nichtinsulinpflichtigen Typ 2er und der insulinpflichtigen Typ 2er und Typ 1er: Urlaub vom Diabetes gibt es nicht. Die Krankheit ist sozusagen „vom Umtausch ausgeschlossen“.

Geschäftsbericht 2015

6,7 Mio. Menschen sind in Deutschland von Diabetes betroffen und trotzdem stand Diabetes als Volkskrankheit jahrelang auf dem Abstellgleis des Gesundheitswesens: chronisches Leiden, aber nicht lebensbedrohend; teuer, aber nicht evaluiert. 2015 scheint der Diabetes-Zug mit monothematisch besetzen Waggons nun endlich ins Rollen gekommen zu sein: Prävention, Früherkennung, Datenerhebung, Versorgung, Aufklärung und gesundheitlicher Verbraucherschutz stehen endlich auf der gesundheitspolitischen Agenda. Noch aber fehlt das übergeordnete Gesamtkonzept, das die richtigen Weichen stellt.

Geschäftsbericht 2014

Diabetes – das bisschen „Zucker“? Ein weitverbreitetes Vorurteil, mit dem wir dringend aufräumen müssen: An Diabetes sterben in Deutschland stündlich drei Menschen. Ein schlecht eingestellter Blutzucker führt hierzulande Jahr für Jahr zu 40 000 Amputationen, 2 000 Neuerblindungen und zwingt 2 300 Menschen zu einem Leben an der Dialyse. Die Zahl der an Diabetes Erkrankten ist nach Daten des Robert-Koch-Instituts von 1998 bis 2011 um 38 Prozent gestiegen. Heute sind mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland von Diabetes betroffen.

Geschäftsbericht 2013

Diabetes ist eine der größten Volkskrankheiten Deutschlands. 6 Mio. Menschen sind betroffen, die Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen oder Amputation sind schwerwiegend und doch wird Diabetes in der Gesellschaft als bedrohliche Krankheit kaum wahrgenommen. Warum ist das so? Diabetes ist eine Erkrankung ohne sichtbare Dramatik. Man sieht Betroffenen ihr Leid nicht an. Dennoch bedeutet die Diagnose einen tiefen Einschnitt in das tägliche Leben.

Geschäftsbericht 2012

Rund sechs Millionen Menschen mit Diabetes gibt es in Deutschland, Tendenz steigend. Würden sich nur 10 % aller Betroffenen zusammenschließen, wären Diabetiker stärker als jede politische Partei. Doch noch sind weniger als 1 % der Betroffenen organisiert. Das ist für Deutschland ein Armutszeugnis und nicht richtig nachvollziehbar. Unsere Nachbarländer Niederlande und Dänemark zählen mit 6 % bzw. 22 % zu den größten Diabetikerbewegungen der Welt. Und seit Jahren ist dort erfolgreich ein Nationaler Diabetes-Plan eingeführt.

Geschäftsbericht 2011

Diabetes ist auf dem besten Wege, Volkskrankheit Nummer 1 in Deutschland zu werden: Aktuell sind mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes erkrankt. 90 % leiden an einem Typ-2-Diabetes, 300 000 an Typ-1-Diabetes, davon 25 000 Kinder. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe wurde vor drei Jahren als Dachorganisation gegründet mit dem Ziel, möglichst viele Menschen mit Diabetes, Ärzte, Forscher und Diabetesberater zu einen, um sich für eine bessere Prävention, Versorgung und Forschung im Kampf gegen Diabetes einzusetzen. Die Verbesserung der Lebensqualität von Diabetikern ist Antriebsfeder für unser Handeln und Tun. Dafür benötigen wir eine kontinuierliche politische Interessenvertretung und eine breite Öffentlichkeitsarbeit, beides Kernaufgaben von diabetesDE.

Geschäftsbericht 2010

Im Jahr 1960 hatten in Deutschland weniger als 1 % der Menschen Diabetes; heute ist Diabetes eine Volkskrankheit geworden, die sich epidemisch ausbreitet. In Deutschland sind etwa 7 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, es besteht eine hohe Dunkelziffer, und jedes Jahr erkranken zusätzlich rund 300 000 Menschen. Auch wenn man diese Zahlen kontrovers diskutieren kann, da es für Deutschland keine repräsentativen epidemiologischen Zahlen gibt, besteht doch kein Zweifel, dass es noch nie so wichtig war, die Kräfte im Kampf gegen diese Volkskrankheit besser zu koordinieren und zu bündeln. Darüber hinaus wird deutlich, dass das Gesundheitssystem allein die Diabetesepidemie nicht bewältigen kann. Neben einer optimalen Behandlung brauchen wir eine bessere Prävention und Früherkennung des Diabetes. Immerhin können rechtzeitiges Vorbeugen und gesunder Lebensstil einen Großteil der Erkrankungen verhindern, und ein frühzeitiges Erkennen der Krankheit kann helfen, die schweren Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Geschäftsbericht 2009

Ende 2008 hat sich diabetesDE als Vereinigung von Menschen mit Diabetes, Ärzten, Wissenschaftlern und allen Berufsgruppen, die an der Versorgung von Menschen mit Diabetes beteiligt sind, gegründet.
diabetesDE ist die neue Dachorganisation der deutschen Diabetologie und wurde ins Leben gerufen von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und dem Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD).