Time in range

Der Begriff „Time in range“ hat in den letzten Jahren zunehmend Beachtung erfahren, vor allem durch die immer größere Verbreitung von CGM- und FGM-Systemen. Durch die kontinuierliche Glukosemessung haben die Nutzen deutlich mehr Daten zur Verfügung als bei herkömmlicher Blutzuckermessung. So ist es möglich geworden, Muster zu identifizieren, z.B. in Bezug auf steigende und fallende Werte zu bestimmten Tageszeiten oder nach bestimmten Mahlzeiten, und diese Muster dann zur Anpassung der Therapie zu nutzen. Das Ziel ist dabei, mehr Zeit innerhalb eines festgelegten Zielkorridors (z.B. 70-180 mg/dl bzw. 3,9-10 mmol/l) zu verbringen, wobei die genauen Zielwerte von verschiedenen Faktoren abhängen und daher individuell festgelegt werden.

Diese Zeit im Zielkorridor, die „Time in range“, ist so zu einer neuen Messgröße jenseits des HbA1c geworden, um die Passgenauigkeit einer Stoffwechseleinstellung zu beschreiben. Der etablierten Messgröße HbA1c liegt ein Mittelwert über zwei bis drei Monate zugrunde, so dass auch eine Vielzahl von sehr hohen und sehr niedrigen Glukosewerten zu einem „guten“ HbA1c führen kann. Die „Time in range“ hingegen beschreibt, wie viel Prozent der Zeit der Blutzucker des Nutzers im Zielkorridor ist sowie wieviel Zeit er darüber und darunter liegt. So können Ansatzpunkte erkennbar werden, wie Hypo- und Hyperglykamien künftig reduziert werden können. Die Verbreitung der „Time in range“ als alternative Messgröße ist aber dadurch limitiert, dass diese nur für Träger von CGM- und FGM-System präzise ermittelt werden kann.