Schorle, Saft und Smoothie

Orangensaft im Glas

Bei Säften, Schorlen und Smoothies gibt es je nach Hersteller große Unterschiede. Hier aber ein paar grundsätzliche Dinge:

 

Fruchtschorlen:

Fruchtschorlen bestehen aus Fruchtsaft und Wasser. In welchem Anteil es gemischt wird, ist ganz unterschiedlich. Gekaufte Produkte können auch zugesetzten Zucker enthalten.

Am besten, einfachsten und am günstigsten ist es, wenn Sie sich Ihre Schorle im Verhältnis 1:3 oder besser noch 1:4 selber mixen

 

Bei Säften gibt es drei Kategorien:

Fruchtsaft (z.B. „Orangensaft“) enthält zu 100 % Frucht.

Fruchtnektar (z.B. „Pfirsichnektar“) wird aus Fruchtsaft, Zucker / Süßungsmittel und Wasser hergestellt. Je nach Frucht liegt der Fruchtanteil bei 25-50 %.

Fruchtsaftgetränke (z.B. „Orangensaftgetränk“) enthalten nur noch 6-30 % Frucht. Zusätzlich sind Wasser, Zucker oder Süßungsmittel, Aromen und Zusatzstoffe erlaubt.

Durch den zusätzlichen Zucker sind Fruchtnektare und Fruchtsaftgetränke für eine gesunde Ernährung ungeeignet. Fruchtsäfte enthalten auch Zucker, da die Früchte selbst Zucker enthalten. Fruchtsaft eignet sich daher zum Durstlöschen nur als Schorle

 

Smoothie mit Beeren

Smoothies

Smoothies unterscheiden sich qualitativ sehr stark voneinander. Wieder gilt: Selbstgemacht ist am besten! Ein guter Smoothie wird aus ganzen Früchten hergestellt. Nur dann enthält der Smoothie die gesunden Ballaststoffe und viele Vitamine des Obstes. Bei Smoothies, die man fertig kaufen kann, wird meist nur Fruchtsaft und -pürree verwendet.

Es lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste: Ein guter Smoothie besteht mindestens zur Hälfte aus Mark/Pürree/stückigen Bestandteilen, ist nicht konzentriert und enthält keinen zugesetzten Zucker oder Zusatzstoffe. Ein solcher Smoothie kann ab und zu eine Portion Obst ersetzen – als Durstlöscher eignet er sich aber nicht, weil er dafür im Verhältnis zu wenig Wasser und zu viel Kalorien enthält.

Auch hier gilt wieder. Selbstgemacht ist deutlich besser, weil Sie sich die Zutaten selbst aussuchen können. Auch fettarme Milchprodukte wie Buttermilch und Joghurt können zugefügt werden.

So wissen Sie immer was drin ist!

 

[Stand: Juli 2018, CL]

Quellen:

DGE, Flyer „Richtig trinken – fit bleiben“, 2014
BMEL, Flyer „Aufgetischt! Wegweiser für Ernährung, Einkauf & Lebensmittel“, Juni 2016
LMIV: VERORDNUNG (EU) Nr. 1169/2011 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
vom 25. Oktober 2011
DGE, „Was sollen Kinder trinken?“, 8/2010 | 15. Juni
DIfe, „Der DIfE – DEUTSCHER DIABETES-RISIKO-TEST® (DRT)“, Mai 2014
DGE, „Evidenzbasierte Leitlinie Kohlenhydratzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten, Version 2011“, Bonn 2011
DGE, „FAQ Energie“, https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/energie/, abgerufen am 04.05.2017
DGE, „DGE-Position Richtwerte für die Energiezufuhr aus Kohlenhydraten und Fett“, Januar 2011