Inkretin-Mimetika

Inkretin-Mimetika sind blutzuckersenkende Medikamente, die bei der Behandlung von Menschen mit Diabetes Typ 2 zum Einsatz kommen. Zu dieser Medikamentengruppe gehören Exenatid, Liraglutid, Lixisenatid, Albiglutid, Synonym: GLP-1-Agonisten, GLP-1-Analoga sowie GLP-1-Rezeptor-Agonisten. Ihre Struktur ähnelt stark der von körpereigenen Inkretinen (intestinal secretion of insulin) – Hormonen qiw Glucagon-like peptide-1 (GLP-1) und das Glucose-dependent insulinotropic polypeptide (GIP), die im Dünndarm gebildet werden und die Freisetzung von Insulin erhöhen. Menschen mit Diabetes Typ 2 produzieren weniger Inkretine als gesunde Menschen. Inkretin-Mimetika können diesen Mangel ausgleichen. Sie fördern die Insulinfreisetzung aus den Betazellen der Bauchspeicheldrüse und vermindern die Ausschüttung von Glucagon.

DPP4-Hemmer wirken ähnlich, sie verzögern jedoch den Abbau von Inkretinen. Inkretin-Mimetika können bisher nicht als Tablette eingenommen werden, sondern müssen unter die Haut gespritzt werden.

Derzeit (2013) sind drei Wirkstoffe in Deutschland zugelassen: Exenatid, Liraglutid, Lixisenatid.

Stand: Januar 2014