Grußwort zum Weltdiabetestag 2019

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Gerade für Patientinnen und Patienten, die mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes leben, die deshalb häufigere Arztkontakte haben und deren Alltag von der Erkrankung mit geprägt wird, können digitale Angebote die Lebensqualität erhöhen und das Krankheitsmanagement erleichtern. Vieles spricht dafür, dass wir durch digitalisierte Versorgung eines der besten Gesundheitswesen noch besser machen können: Mit sofort abrufbaren Notfalldaten und Medikationsplan, indem wir unnötige Doppeluntersuchungen und Vielfachanamnesen vermeiden sowie ärztliche Entscheidungen für Patientinnen und Patienten nachvollziehbarer machen. Darum setze ich mich mit aller Kraft dafür ein, dass die Vorteile der Digitalisierung im Gesundheitswesen für die Patientinnen und Patienten jetzt erlebbar werden. Ab dem Jahr 2021 wird allen, die sie nutzen möchten, eine elekronische Patientenakte zur Verfügung stehen, mit einem Zugang, der lebensnah und alltagstauglich auch per Smartphone möglich ist. Ich bin sicher: Das wird die Betroffenen stärker in den Behandlungsprozess einbinden und die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Arzt und Patient erweitern. Mit digitalisierter Gesundheitsversorgung wird es auch im Alltag der fast sieben Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland Erleichterungen geben. So nutzen etwa viele chronisch Kranke, gerade auch Menschen mit Diabetes, bereits Gesundheits-Apps. Unser Anliegen ist es, gute und sichere Apps schneller in die Versorgung zu bringen und sogar vom Arzt verschreiben lassen zu können. Es ist aus all diesen Gründen begrüßenswert, dass sich die Vorträge auf dieser Veranstaltung anlässlich des Weltdiabetestages um das Thema „Diabetes und Technik“ drehen. Dafür habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft übernommen und wünsche allen Beteiligten einen anregenden Austausch!