Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2022: „Save (y)our Future. #LebeRauchfrei“

Für Gesundheit und Umwelt aufs Rauchen und Dampfen verzichten

Zigaretten gelegt als "No"
Berlin, 30.05.2022

Der Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2022 steht in diesem Jahr unter dem Motto „Save (y)our Future. #LebeRauchfrei“. Der Tag weist auf die über 1,2 Millionen Menschen hin, die jährlich weltweit vorzeitig an den Folgen des aktiven und passiven Rauchens sterben. Dazu zählen zum Beispiel kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte und Schlaganfälle oder auch Krebserkrankungen. Menschen mit Diabetes haben unabhängig vom Erkrankungstyp im Vergleich zu Stoffwechselgesunden von vornherein sowohl ein höheres kardiovaskuläres Risiko als auch eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Tumoren. Krebs ist inzwischen sogar die häufigste Todesursache bei Menschen mit Diabetes Typ 2. Darauf weist diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe anlässlich des Aktionstags hin und gibt Tipps zum Rauchstopp.

Männer mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 haben ein zwei- bis vierfach höheres kardiovaskuläres Risiko, bei betroffenen Frauen ist es sogar bis zu sechsmal so hoch als bei Menschen ohne Diabetes. „Zigarettenkonsum lässt das Risiko weiter ansteigen und fördert außerdem eine Arterienverkalkung“, erklärt Professor Dr. med. Thomas Haak, Vorstandsmitglied von diabetesDE und Chefarzt am Diabetes Zentrum Mergentheim. Die Folge können ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall sein. Umgekehrt erkranken bislang stoffwechselgesunde Raucherinnen und Raucher doppelt so häufig an Typ-2-Diabetes als nicht rauchende Menschen: Der Nikotinkonsum senkt die Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin und begünstigt somit die Entstehung einer Insulinresistenz. Außerdem besteht eine Risikobeziehung zwischen Diabetes und Krebs, die sich durchs Rauchen weiter verstärkt. Auch das Dampfen mit Nikotin macht abhängig und selbst nikotinfreie Varianten von E-Zigaretten können der Gesundheit schaden. Passivrauchen ist ebenfalls schädlich: Es kann die gleichen Folgen hervorrufen wie aktives Rauchen.

Hinzu kommt das nach wie vor bestehende gesundheitliche Risiko durch das Corona-Virus SARS-CoV-2 und die damit verbundene Erkrankung COVID-19. „Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2, die sich für eine Rauchentwöhnung entscheiden, verbessern neben ihrer Lungenfunktion auch ihre Stoffwechsellage. Damit beugen sie Herzinfarkten, Schlaganfällen, Krebs sowie auch einem schweren Verlauf einer etwaigen COVID-19-Erkrankung vor“, betont Professor Haak. Wer mit dem Tabakkonsum aufhören möchte, findet professionelle Hilfe in Raucherentwöhnungskursen. Unter anderem Arztpraxen, Volkshochschulen oder Krankenkassen bieten diese an. 

Der Weltnichtrauchertag wurde am 31. Mai 1987 von der Weltgesundheitsorganisation WHO ins Leben gerufen. Das diesjährige von der Deutschen Krebshilfe und dem Aktionsbündnis Nichtrauchen e. V. ausgegebene Motto „Save (y)our Future. #LebeRauchfrei“ soll die Öffentlichkeit auch für die Umweltauswirkungen des Tabaks sensibilisieren. Mit einem rauchfreien Leben schützen Bürgerinnen und Bürger sich selbst und die Umwelt. Ein Grund mehr, mit dem Rauchen aufzuhören oder gar nicht erst zu beginnen. Das kommt der Gesundheit doppelt zugute.