Verbraucher wünschen sich verpflichtende Einführung

NutriScore „eindeutiger Sieger“!

Logo Nutri-Score
Berlin, 30.09.2019

Heute stellte Bundesernährungsministerin Julia Klöckner das Ergebnis der repräsentativen Verbraucherumfrage zur erweiterten Nährwertkennzeichnung auf der Verpackungsvorderseite vor. „Wir freuen uns, dass der NutriScore in allen Kategorien als so klarer Sieger hervorgegangen ist – das ist ein echter Durchbruch!“, kommentiert Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, das Ergebnis. „Nun müssen Lebensmittelhersteller und Handel mitziehen und das freiwillige Label auch anwenden. Wir begrüßen, dass sich Frau Klöckner auf EU-Ebene für eine Vereinheitlichung der Kennzeichnungsmodelle einsetzt und wir unterstützen den Wunsch der Verbraucher nach einer verpflichtenden Kennzeichnung auf EU-Ebene“, so Mattig-Fabian.

Der Wunsch nach einer verständlichen Nährwertkennzeichnung ist auch unter Patienten mit Diabetes Typ 2 groß: In einer kürzlich von diabetesDE initiierten Umfrage unter mehr als 1500 Patienten mit Diabetes Typ 2 hatten sich 78 Prozent dafür ausgesprochen. Wie die Klöckner-Umfrage jetzt ergab, unterscheiden sich Befragte mit ernährungsmitbedingten Erkrankungen in ihren Präferenzen strukturell nicht von Gesunden.

„Uns freut besonders, dass der NutriScore besonders auch bei Personen punkten konnte, die eher gering formal gebildet sind (63 Prozent), die starkes Übergewicht haben (64 Prozent), die sich selten oder gar nicht mit der Zusammensetzung von Lebensmitteln beschäftigen (67 Prozent) und die angeben, dass der Gesundheitswert von Lebensmitteln bislang selten oder nie (67 Prozent) ein Kriterium für den Einkauf war. Der NutriScore wird bei diesen Personen, die oft ein erhöhtes Risiko für Diabetes Typ 2 haben, das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung erhöhen und hoffentlich beim Einkauf die gesunde Wahl zur leichteren Wahl machen“, so Mattig-Fabian.