HbA1c ist die Abkürzung für Hämoglobin A1c. „Hb“ steht für „Hämoglobin“, den Farbstoff in den roten Blutkörperchen. „A1c“ ist eine blutzuckerbindende Eiweißkette. Hämoglobin A1c ist also der „verzuckerte“ Anteil des roten Blutfarbstoffs. Da die roten Blutkörperchen immer wieder neu vom Knochenmark gebildet werden, spiegelt der Wert den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten zwei bis drei Monate wider. Der HbA1c-Wert sagt in Prozent aus, wie viel Blutzucker sich in den letzten zwei bis drei Monaten an die roten Blutkörperchen gebunden hat. Deshalb ist er vor allem für Menschen mit Diabetes von Bedeutung. Ein HbA1c über 6,5 % gilt außerdem als Diagnose für Diabetes mellitus.
Je niedriger der HbA1c-Wert, desto besser war ein Mensch mit Diabetes eingestellt:
- Ein HbA1c unter 6 % ist hervorragend.
- 6 % bis 7 % entspricht die Einstellung weitgehend dem Ziel, nah an einem normalen Glukosewert zu sein.
- HbA1c von 8 % bis 10 % liegen hingegen außerhalb der Zielvorgaben und gehen mit einem erhöhten Risiko für Folgeerkrankungen einher.
- Menschen, die einen HbA1c von 15 % und höher aufweisen., haben ein hohes Risiko für Folgeerkrankungen. Sie sollten darin unterstützt werden, ihre Therapie entsprechend anzupassen.
Menschen mit Typ-1-Diabetes sollten den Wert ein- bis zweimal pro Quartal messen lassen. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes reichen zwei Messungen pro Jahr. Mit modernen CGM-Systemen ist zudem eine Schätzung des HbA1c möglich, siehe Glukose Managment Indicator.