Pfirsiche und Nektarinen sind der Inbegriff des Sommers, denn nur dann sind die wunderbar duftenden, saftigen Früchte in jeder Frischeabteilung zu haben. Das Steinobst ist auch für Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes passend. Denn das saftige Fruchtfleisch schmeckt wunderbar fruchtig, ist ein gesunder Snack und verwöhnt den Körper mit vielen gesunden Inhaltsstoffen.
Rund 2,7 kg Pfirsiche und/oder Nektarinen genießen die Menschen hierzulande im Jahr. Von Juni bis in den September ist ihre Hauptsaison, zu der es zahlreiche Sorten im Handel gibt: mal knackig mit festem, weißem Fruchtfleisch oder saftig, mit mildem, weichem, orangefarbenem Innenleben. Mal kugelrund oder platt.
Doch was unterscheidet die Früchte überhaupt? Nektarinen sind die Sorte mit glatter Schale, während Pfirsiche einen weichen Flaum auf ihrer Schale haben. Nektarinen sind also praktisch glattschalige Pfirsiche, die als eine natürliche Mutation entstanden sind. Oft ist das Fruchtfleisch von Nektarinen etwas fester als das von Pfirsichen. Das macht den puren Genuss einfacher, da sie weniger tropfen. Beide Sorten wachsen in Regionen mit gemäßigtem Klima.
Von allem etwas Gutes zu bieten
Waschen, vierteln und genießen – die einfachste und besonders leckere Art, die Pfirsiche und Nektarinen zu essen. Eine normal große Frucht von etwa 125 g bietet sich als figurfreundlicher Snack an. Nektarinen sind dabei etwas energie- und kohlenhydratreicher als Pfirsiche. Eine 125 g schwere Nektarine versorgt den Körper mit 73 kcal und 16 g blutzuckerwirksamen Kohlenhydraten. In einem gleich großen Pfirsich sind 55 kcal und 11 g blutzuckerwirksame Kohlenhydrate enthalten. Bei beiden gibt es dazu etwa 3 g Ballaststoffe pro Kugel. Damit füllen Sie ihr tägliches Ballaststoffkonto zu knapp 8% der bei Diabetes täglich empfohlenen Menge von 40 g. Aus der Vitalstoff-Familie bescheren beide Früchte dem Körper Vitamin A und E, Kalium, Folsäure und Niacin.
Auswahlkriterien
Das äußere Erscheinungsbild der Fruchtkugeln mit und ohne samtige Schale sollte unverletzt sein und die Kugeln prall aussehen. Machen Sie den Geruchstest: Verströmen die Früchte einen angenehmen zart-süßen Duft, sollten Sie zugreifen. Ein sicheres Zeichen für beste Qualität, denn beide reifen nur wenig nach.
Werden sie nicht direkt verarbeitet, lagern Sie diese maximal drei bis vier Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Vor dem Verzehr kalt waschen, sanft trocknen, halbieren oder vierteln und den Stein auslösen. So eignen sie sich auch zum Einfrieren oder zum Kochen von Konfitüre.
Lecker – auch auf dem Grill
Wer vollreife Früchte kauft, erlebt den vollendeten Fruchtgenuss. Die saftigen Sommerfrüchte sind ein beliebter Klassiker in zahlreichen Kuchen und Desserts wie im Klassiker Pfirsich Melba. Dazu wird eine Pfirsichhälfte mit Vanilleeis, Himbeerpüree und einem Klecks Sahne veredelt.
Nektarinen und Pfirsiche schmecken nicht nur pur, im Dessert, Müsli oder Kuchen köstlich. Auch zu Huhn und Pute passen sie perfekt.
Wer die Kombination aus süß und pikant mag, füllt sie mit Frischkäse und garniert sie mit Kräutern, beispielsweise Rosmarin. Sogar Grillen funktioniert ganz ausgezeichnet. Dazu gewaschene Nektarinen oder Pfirsiche in Scheiben, Hälften oder Viertel schneiden und auf einer Alu-Grillschale garen. Etwas Meersalz und frisch gemahlenen Pfeffer dazu, fertig.
Auch für Flüssiges kommen sie infrage. Toll für Kindergeburtstage sind Kullerpfirsiche oder Kullernektarinen. Dazu Früchte ringsum mit einem Zahnstocher einstechen, mit Mineralwasser in bauchige Gläser füllen. Die Kugel dreht sich so lange, bis die Kohlensäure weicht.
Was mit dem Steinobst sonst noch geht
Ihr wunderbarer wohliger Duft verleiht Parfums, Duschgel oder Körpercremes sowie Peelings eine besondere Note. So finden sich insbesondere in der warmen Jahreszeit Saisonartikel im Kosmetiksegment, die sich mit dem Duft von Pfirsichen oder Nektarinen schmücken. Pfirsichextrakt sowie Pfirsichkern-Öl werden beispielsweise gerne in Naturkosmetik verwendet, da sie die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und eine beruhigende Wirkung haben. Für eine samtweiche Haut, ähnlich wie der weiche Flaum auf der Pfirsichschale.
Kirsten Metternich von Wolff