Essen an den Feiertagen
Die letzten Wochen des Jahres bringen viele liebgewonnene Traditionen mit sich: Adventskalender, Weihnachtsfeiern, Christkindl-Märkte sowie Festessen von Heiligabend bis Silvester. Es gibt wohl keinen Monat des Jahres, der so prall mit kulinarischen Herausforderungen bestückt ist wie der Dezember. Nur wie lassen sich die besonderen, kulinarischen Erlebnisse genießen und eine gesunde Diabetestherapie im Blick behalten?
Gemüse – die besten Freunde zu jeder Jahreszeit
Lecker, sättigend und eine Wohltat für den Blutzucker: Das ist Gemüse. Das gilt gerade an Tagen, an denen ein größeres Essen oder der Besuch des Weihnachtsmarktes mit kulinarischen Leckereien bevorsteht. So ist es empfehlenswert, nicht mit riesigem Hunger loszugehen. Sonst essen Sie fast automatisch mehr als ursprünglich geplant. Gab es vorher große Portionen Gemüse und/oder Salat, hilft das, angenehm satt zu werden und einige Zeit auch zu bleiben.
Gerichte mit Hülsenfrüchten wie ein Eintopf oder ein Salat mit weißen Bohnen oder roten Linsen versorgen den Körper mit pflanzlichem Eiweiß und reichlich Ballaststoffen. Diese helfen aktiv dabei, dass der Blutzucker gemäßigter verlaufen kann. Auch bei Festmenüs bietet es sich an, zum Vor- und Hauptgang etwas mit Gemüse oder Salat zu genießen, beispielsweise als Gemüsesuppe und einem leckeren Kohlgericht zum Hauptgang.
Nach dem kulinarischen folgt der bewegte Genuss
Geht es nach dem Essen eine Runde um den Block, zum Winterspaziergang oder auf die Tanzfläche, tut das der Seele, dem Gewicht und Blutzucker so richtig gut. Denn schon kleine aktive Momente haben einen direkten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Zum Weihnachtsmarkt-Besuch bietet es sich an, weiter weg zu parken oder eine Bahnhaltestation vorher auszusteigen und den Rest zu Fuß zu gehen. So ist direkt ein Plus an Aktivität dabei, ohne dass es bewusst auffällt.
Bewegung allgemein ist eine lohnende Sache, gerade jetzt im Monat mit vielen kulinarischen Höhepunkten. Das Körpergewicht profitiert, wenn Alltagsbewegung so gut wie jeden Tag mit von der Partie ist. Und wenn es draußen zu ungemütlich ist, können Sie auch zu Hause aktiv sein – beispielsweise mehrmals eine Etage Treppen hoch und runter gehen, zehn Minuten auf der Stelle gehen, ein paar Kniebeugen machen oder auf einem Ergometer in die Pedale treten. Das hat auch noch einen Erfolgsbonus: Schnell ist der Körper belastbarer und das jeweilige Pensum lässt sich steigern.
Adventskalender – tägliche Naschportion
Adventskalender gibt sie in unzähligen Varianten: Gewürze, Tee, Marmelade, Kosmetik, Socken oder klassisch mit Schokolade. Süße Adventskalender sind eine lohnende Sache für alle, die gerne naschen. Empfehlenswert sind Kalender, deren Schokolade ohne Alkohol hergestellt wurde. Ein Stück aus dem täglichen Türchen wäre eine moderate Portion an Süßigkeiten. Empfehlenswert ist es, das Stück Schokolade direkt im Anschluss an eine Hauptmahlzeit zu genießen und nicht zwischendurch – das ist für den Blutzuckerverlauf besser. Wer sein Adventskalender-Stückchen dann auch noch langsam auf der Zunge zergehen lässt, hat das Gefühl weit mehr Süßes gegessen zu haben, als es der Fall ist.
Statt einem Kalender mit zuckerhaltigen Produkten wäre auch ein Bewegungskalender eine lohnende Sache: Hier gibt es täglich eine körperliche Übung, die absolviert werden sollte. Spaß und Bewegung lassen sich hier perfekt kombinieren.
Ernährungswissenschaftliche Expertise: Kirsten Metternich von Wolff