Die Dialetics xAlps: Auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg!
Die Dialetics xAlps Alpenüberquerung 2026 ist geschafft: 10 Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes, begleitet von einem Bergführer und einem Videografen, machten sich Anfang Juli für 10 Tage gemeinsam auf den Weg von Mittelberg (Österreich) nach Mals (Italien). Auch wenn zwei Teilnehmende die Tour unterwegs (nicht wegen des Diabetes) vorzeitig beenden mussten, kamen die übrigen Teilnehmenden am Ende überaus glücklich in Italien an.
Zusammen mit Dialetics-Gründer Ivo Rettig sowie den beiden Teilnehmerinnen Conny Doll und Pauline Pistor blicken wir auf die diesjährige Dialetics xAlps zurück.
Wie war die Alpenüberquerung für euch, Conny und Pauline?
Pauline erzählt:
„Ich habe mich und meinen Körper ehrlich gesagt selbst überrascht, dass ich da so gut durchgekommen bin. Ich bin nicht über meine Grenzen gegangen, sondern hatte eher das Gefühl: Mein Körper ist echt cool, dass er so etwas Beeindruckendes schafft und macht. Auch die Erwartungen an die Gruppe wurden übertroffen. Es war eine wunderschöne Dynamik: Jeder hat den anderen unterstützt, man hat einander zugehört, konnte aber genauso gut nebeneinander einfach schweigen.“
Conny fügt hinzu:
„Ich habe gemerkt, dass eine Alpenüberquerung nicht nur körperlich ist, sondern eigentlich rein mental. Das war für mich sehr überraschend, weil ich dachte: ‚Ja okay, körperlich wird das schon spannend.‘ Aber das Mentale habe ich etwas unterschätzt. Und natürlich ist es im ersten Moment auch verrückt, mit eigentlich komplett fremden Menschen in ein solches Abenteuer zu starten.“
Was war beim zweiten Mal Dialetics xAlps Alpenüberquerung anders als beim ersten Mal?
Im Vergleich zum Vorjahr war direkt der erste Tag nicht so nass, wodurch der Anstieg diesmal deutlich angenehmer zu bewältigen war.
„Ich war zwar auch in diesem Jahr wieder ein bisschen aufgeregt, weil es halt erst das zweite Mal mit einer Gruppe war. Aber ich muss sagen, dass ich ganz schnell wieder drin war“, berichtet Ivo Rettig.
Zudem wurden einige Erkenntnisse aus dem letzten Jahr direkt umgesetzt:
„Wir haben aus den Erfahrungen des Vorjahrs gelernt: Am ersten Tag haben wir uns erst einmal in Oberstdorf getroffen, um den ersten Abend ganz entspannt miteinander zu verbringen, alle ankommen zu lassen und gemeinsam etwas zu essen und zu trinken. Erst am nächsten Tag sind wir gemeinsam auf die Strecke gestartet. Das war auf jeden Fall ein Riesengewinn, weil es den Start ein bisschen entzerrt und den Druck herausgenommen hat.“
Wie sieht die Zukunft der Dialetics xAlps Alpenüberquerung aus? Wird es im nächsten Jahr eine weitere geben?
„Ich kann auf jeden Fall schon einmal spoilern, dass es 2027 wieder eine Dialetics xAlps Alpenüberquerung geben wird“, verrät Ivo. „Es ist ja auch wirklich ein ganz besonderes Event. So etwas gibt es sonst so nicht. Deshalb ist es mir eine echte Herzensangelegenheit, dass das auf jeden Fall weiter stattfindet.“
Darüber hinaus gibt es bei Dialetics bereits weitere spannende Pläne für die Zukunft in Bezug auf sportliche Angebote für Menschen mit Diabetes:
- Skiwoche: Geplant ist eine gemeinsame Skiwoche für Erwachsene mit Diabetes.
- GR 20 auf Korsika: Ein neues Wanderabenteuer wird der GR 20 auf Korsika, der komplizierteste und schwierigste Fernwanderweg Europas. Dieser Trail wird primär erst einmal nur für diejenigen buchbar sein, die schon bei den xAlps dabei waren, da er noch einmal eine Nummer härter ist und absolute Top-Fitness erfordert.
- Angebote für Einsteiger im Kleinwalsertal: Speziell für Einsteiger wird es bald ein Angebot im Kleinwalsertal geben. Dieses Angebot ist ideal als Vorbereitung auf die xAlps oder für alle, die noch nie wandern waren, es gerne ausprobieren möchten oder einfach Lust haben, neue Leute kennenzulernen.
- Zugspitz-Wanderung im September: Am 28. und 29. September geht es hoch auf die Zugspitze. Hierfür sind aktuell noch wenige Restplätze frei, die ihr noch auf der Dialetics-Website buchen könnt.
Was würdet ihr Menschen mit Diabetes raten, die Interesse an einer Teilnahme an den xAlps im nächsten Jahr haben?
Pauline rät:
„Was mir als Erstes in den Sinn kommt: Auf jeden Fall Höhenmeter sammeln! Also einfach viel bergauf gehen, vielleicht auch wirklich mal höher hinaus, denn es macht schon einen Unterschied, wenn man über 2.000 oder 2.500 Metern unterwegs ist.“
Conny ergänzt:
„Was mir geholfen hat, ist tatsächlich, ein Sporttagebuch zu führen. Damit meine ich kein klassisches Buch, sondern einfach bewusst zu beobachten, wie der eigene Körper auf das Wandern reagiert. So weiß ich jetzt, dass mein Blutzucker beim Wandern runtergeht. Zudem solltest du üben, wie es ist, mit einem 10 bis 15 Kilo schweren Rucksack zu wandern: Rucksack mit dem Gewicht anschnallen, um die 15 Kilometer wandern und schauen, was passiert. Und es ist superwichtig zu wissen, welche Hyposnacks du gut verträgst. Manche mögen Traubenzucker in Wasser aufgelöst, andere Riegel. Finde heraus, was du am besten magst und verträgst.“
Ivo unterstreicht nochmals:
„Wenn jemand noch nie in den Alpen war, dann sollte er oder sie nicht direkt mit einer Alpenüberquerung anfangen, sondern erst einmal ein paar grundsätzliche Wandererfahrungen sammeln. Alles andere bekommen die Teilnehmer*innen in der Vorbereitung: Wir nehmen uns vier bis fünf Monate Zeit, es gibt einen Trainingsplan und regelmäßige monatliche Meetings. Da gibt es viel Input und Begleitung.“
Gibt es da dieses eine Erlebnis, das für euch ganz besonders heraussticht und euch noch lange in Erinnerung bleiben wird?
Pauline beginnt:
„Allgemein der letzte Tag – der war besonders, aber auch noch einmal echt herausfordernd. Als wir dann ankamen und uns in den Armen gelegen haben, das war wunderschön, weil man das gemeinsam geschafft und alles zusammen erlebt hat. Und am Abend, als wir am Lagerfeuer standen, haben wir uns voll schöne Sachen gesagt. Daran denke ich sehr gerne zurück.“
Conny stimmt dem zu und ermutigt alle Interessierten:
„Menschen mit Diabetes, die Interesse an den xAlps haben, sollen sich ausprobieren! Dieses Erlebnis, dieses Gefühl – ich bekomme schon wieder Gänsehaut, denn es ist einfach eine Alpenüberquerung mit Leuten, denen es genauso geht wie dir. Du musst dich nicht erklären! Ich bin schon lange im ‚Team Diabetes‘, aber so etwas hatte ich davor noch nie. Das war einfach richtig schön.“
Ivo ergänzt berührt:
„Weil an dem letzten Abend so viel passiert ist, hatte ich den Eindruck, dass bei ganz vielen Wunden aufgeplatzt sind, die über Jahre zugehalten wurden. Bei der Alpenüberquerung wurde eine innere Selbstliebe entdeckt, die, glaube ich, lange unentdeckt war.“
Ein Schlusswort von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe:
Das freut uns von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe riesig! Auch im nächsten Jahr unterstützen wir die Dialetics xAlps wieder von Herzen gerne.
Ein ganz besonderer Dank geht außerdem an Pauline sowie an Patricia Hoymeyer, die in diesem Jahr eine eigene Spendenaktion auf die Beine gestellt und dabei über 300 Euro gesammelt haben. Herzlichen Dank für diesen großartigen Einsatz und die wertvolle Unterstützung!
Die Warteliste für die Dialetics xAlps 2027 ist schon freigeschaltet. Hier geht es zur Registrierung!