Lecker und gesund grillen

viel verschiedenes Gemüse und Kebab auf einem Grill
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Wenn hierzulande mediterrane Temperaturen Einzug halten, gehört Essen vom Grill einfach mit dazu. Nicht nur das Thermometer steht dabei auf mediterran, sondern auch bei den Leckereien, die auf den Grill kommen, ist eine mediterran geprägte Auswahl empfehlenswert. Neben einer bunten Auswahl an Lebensmitteln ist es ratsam, auf die Hygiene zu achten. So bleibt Grillen ein Genuss ohne unangenehme Nebenwirkungen. 

Schutz vor krankmachenden Keimen  

Ab 25 bis 30 Grad aufwärts steigt das Risiko für Lebensmittelinfektionen, insbesondere wenn Grillgut, Salate, Saucen und Desserts lange ungekühlt bleiben. Krankmachende Keime können sich dabei blitzschnell vermehren. Typische Symptome einer Infektion sind dann beispielsweise Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen.

Hygiene-Tipps für gesundes Grillen  

Damit Ihnen eine solche Infektion erspart bleibt, haben wir einige Tipps für Sie:  

  • Bevor es losgeht und auch nach der Zubereitung von rohem Fleisch und Fisch, Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen.  
  • Tierisches wie Fleisch und Fisch in einer Kühltasche transportieren. Alternativ eignen sich auch Kühlbeutel mit Kälte-Akkus. Darin alles bis zum Einsatz auf dem Grill an einem schattigen Plätzchen deponieren.  
  • Empfindliche Speisen wie Salate, Soßen und Desserts im Kühlschrank lassen und erst kurz vor dem Genuss herausholen.  
  • Rohe Eier als Zutat, beispielsweise in Desserts oder Mayonnaise, in der Hitze nicht verwenden.  
  • Nach dem Essen Salate, Desserts und Co nicht zu lange in der Wärme stehen lassen, sondern zurück im Kühlschrank oder der Kühlbox deponieren.  
  • Fleisch, allen voran Geflügel, immer komplett durchgaren. So werden mögliche Keime daraus abgetötet. Dazu mindestens zwei Minuten bei einer Kerntemperatur von 72 Grad Celsius grillen. Ob das Fleisch durch ist, zeigt sich daran, dass es am Knochen und innen nicht mehr rosa, sondern weiß ist. Zudem lässt sich Fleisch und auch Fisch leichter durchschneiden, wenn diese vollständig durchgegart sind.  
  • Nach der Zubereitung ist es wichtig, dass sämtliche Grill- und Schneide-Werkzeuge mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt werden. Auch der Grill sollte nach jeder Nutzung eine Reinigung erleben.  

Lust auf etwas Neues?  

Steak, Schnitzel und Würstchen stehen bei vielen ganz oben auf der Grill-Beliebtheitsskala. Doch es geht auch mit mehr Abwechslung. Fisch, Geflügelbrust, Gemüse, Obst und Kartoffeln lassen sich ebenfalls ideal Grillen. Gemüse muss kaum gewürzt werden, da es einen intensiven Eigengeschmack hat. Besonders aromatisch und fruchtig schmecken Zwiebeln und Paprikaschoten.  

Bevor Gemüse auf den Grill wandert, lässt es sich kurz blanchieren oder in der Mikrowelle vorgaren. Das intensiviert den Geschmack zusätzlich. Grillgemüse schmeckt lecker, hat wenig Kalorien und keine blutzuckerwirksamen Kohlenhydrate. Ganz im Gegenteil: Enthaltene Ballaststoffe helfen aktiv dabei, den Blutzucker mehr in Balance zu halten.  

Statt Mayo und Fertig-Marinaden  

Der Trend beim Grillen geht eindeutig in Richtung würzig statt fettig. Ideal zum Herstellen von Salatsaucen, Dips und Marinaden sind klassische Grundzutaten wie Olivenöl, Zitronen- oder Limettensaft sowie Essig in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Veredelt werden sie mit Senf, Tomatenmark, Sojasauce, gehacktem Knoblauch und Kräutern. Abgeschmeckt mit etwas Kräutersalz, buntem Pfeffer, süßem und scharfem Paprika oder etwas Tajine-Gewürz.  

Auf dass Ihre nächste Grillparty lecker und abwechslungsreich werde!

 

Ernährungswissenschaftliche Expertise: Kirsten Metternich von Wolff

 

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