Selbst Einkochen leicht gemacht

Ein Glas Himbeermarmelade und frische Himbeeren
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Selbst gemacht schmeckt es einfach besser, so auch bei Marmelade. Was nach Nostalgie klingt, ist heute wieder im Trend. Ab den ersten warmen Frühlingstagen bis in den Herbst beschert die Natur eine Fülle an heimischen Früchten, die sich zu leckerer Marmelade verarbeiten lassen.  

Neben positiven Kindheitserinnerungen, welche viele Menschen zum Einmachen veranlasst, ist Marmeladekochen auch eine kreative Beschäftigung. Sie hat einen sinnvollen, wohltuenden Zweck, vermittelt ein Stück zu Hause in der hektischen Zeit und lässt sich prima zusammen mit Kindern umsetzen. Außerdem haben Sie es bei selbstgekochter Marmelade selbst in der Hand, wie hoch der Zuckeranteil in ihrem morgendlichen Brotaufstrich ist.  

Süße Zutaten  

Beeren, Pfirsiche, Nektarinen, Kirschen und Co.: Aus so gut wie jedem Obst lässt sich Marmelade kochen. Ob frisch geerntet oder schon etwas weicher geworden: Für die Verwandlung in einen fruchtigen Aufstrich bietet sich Obst in (fast) jedem Frischegrad an. Wer Lust aufs Kochen hat, aber keine frischen Früchte greifbar hat, kann Tiefkühlprodukte ohne Zusätze wie Zucker und Co. verwenden. Neben den Früchten braucht es saubere Gläser mit Schraubverschluss und etwas, um das Obst gelieren zu lassen.  

Der Klassiker: 1:1  

Die klassische Methode wie zu Großmutters Zeiten ist das Kochen der Früchte mit Zucker im Verhältnis 1:1. – praktisch also ein Pfund Früchte und ein Pfund Gelierzucker. Das Ergebnis ist sehr süß und zuckerreich. Marmelade, die im Lebensmittelhandel angeboten wird, ist meist in diesem Mischungsverhältnis hergestellt. Auf der Rückseite des Marmeladenglases findet sich die Nährwertanalyse und Zutatenliste. Dort ist vermerkt, wieviel Zucker im Produkt enthalten ist. Diese Mengen sind als blutzuckerwirksam zu beachten.  

Die Kaloriensparer: 2:1 und 3:1

Eine Ersparnis an blutzuckerwirksamen Kohlenhydraten und damit verbunden auch Kalorien bietet Marmelade, die im Verhältnis 2:1 gekocht wird. Hier gibt es ein Kilogramm Früchte und ein Pfund Gelierzucker. Das Ergebnis ist im Geschmack etwas fruchtiger als die klassische 1:1-Variante.  

Eine besonders zucker- und kalorienarme Version ist das Kochen von Marmelade im Mischungsverhältnis 3:1. Also anderthalb Kilogramm frische oder tiefgekühlte Früchte ohne Zusätze und 350 bis 500 Gramm Gelierzucker. Wieviel Früchte für die Herstellung der 3:1-Marmelade in den Kochtopf kommen, ist auf der jeweiligen Verpackung genau angegeben. Bei Fruchtaufstrich in diesem Mischungsverhältnis kommt der Eigengeschmack der verwendeten Obstsorte besonders gut zur Geltung, denn sie schmeckt sehr fruchtig und weniger süß.  

Bei Marmelade, die mit weniger Zucker hergestellt ist, fehlt ein Teil des Zuckers als natürliches Konservierungsmittel. Dadurch kann sie schneller schimmeln als zuckerreiche Sorten. Es empfiehlt sich, die angebrochene Marmelade im Kühlschrank aufzubewahren. Außerdem bleibt sie länger haltbar, wenn stets ein sauberer Löffel für die Entnahme aus dem Glas zum Einsatz kommt. Durch den niedrigen Zuckeranteil verlieren solche Marmeladen im Zuge der Lagerung etwas an Farbe, jedoch nicht an Geschmack und Qualität.  

Gelierpulver zum Selbstmixen

Eine weitere Alternative fürs Einkochen ist Gelierpulver. Dieses wird in kleinen Tüten im Supermarkt angeboten. Es wird mit Haushaltszucker in Variationsbreiten von 1:1 bis 1:3 gemischt. Der Zuckeranteil lässt sich hier reduzieren, wenn ein Teil des Haushaltszuckers durch Streusüße auf Basis von Stevia oder klassischen Süßstoffen ersetzt wird. Probieren Sie es einfach mal aus! 

 

Ernährungswissenschaftliche Expertise: Kirsten Metternich von Wolff

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