Typ-1-Diabetes selbst managen: Der Guide für Teens

Junge mit Diabetes sitzt am Tisch und schaut in sein Handy
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Als Teenager mit Typ-1-Diabetes weißt Du sicher, dass das Management der Krankheit manchmal ganz schön herausfordernd sein kann. Vielleicht haben sich bis jetzt deine Eltern um vieles gekümmert, aber je älter Du wirst, desto größer wird auch das Verlangen nach Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Das betrifft nicht nur Deinen Diabetes, sondern auch alle anderen Lebensbereiche. Gleichzeitig hast Du vielleicht etwas Angst und bist besorgt, Dein Diabetes-Management ohne große elterliche Unterstützung zu meistern. Keine Sorge, Du bist mit diesen Gefühlen nicht allein. Das ist ganz normal! 

Hier findest Du einen Guide für Teens mit Typ-1-Diabetes, der Dir dabei helfen soll, Deinen eigenen persönlichen Plan für das Leben mit Typ-1-Diabetes zu schmieden. 

Warum Eigenverantwortung so wichtig ist: 

Deine Teenagejahre sind eine spannende Zeit voller neuer Erlebnisse – neue Freundschaften, das erste Mal verliebt, Pläne für die Zukunft. Dein Diabetes sollte Dich dabei nicht ausbremsen, gleichzeitig solltest du aber nicht vergessen, dich um ihn zu kümmern. Klar, jeder hat mal eine Phase, wo man nicht wirklich Lust auf seinen Diabetes hat, aber letztendlich geht es um Deine eigene Gesundheit, die Du nicht aufs Spiel setzen solltest. 

Wenn Du lernst, Deinen Typ-1-Diabetes selbst zu managen, gewinnst Du an Freiheit und Unabhängigkeit. Das bedeutet nicht, dass Du ganz auf die Unterstützung Deiner Eltern verzichten musst. Sie können Dir weiterhin bei bestimmten Aufgaben zur Seite stehen. Was sich ändert, ist, dass Du jetzt die Hauptverantwortung für Dein Diabetes-Management trägst. Dein Ziel ist es, Deinen Diabetes so gut zu verstehen und zu managen, dass Du Dich in jeder Lebenssituation sicher fühlst.

Der Diabetes-Guide für mehr Selbstständigkeit

Mit den folgenden Tipps kannst Du jede Situation Deines Typ-1-Diabetes Teenageralltags souverän bewältigen. 

  • Deinen Blutzucker verstehen: Lies Dich ein und frage dein Diabetesteam, damit du Deinen Typ-1-Diabetes gut verstehst: Was bedeuten die Zahlen wirklich? Wann reagierst Du wie? 
  • Insulin und Mahlzeiten perfekt abstimmen: Lerne, wie Du Kohlenhydrate schätzt und Deine Insulindosis anpasst.
  • Sport und Bewegung einplanen: Bleib aktiv und erfahre, wie Du Blutzuckerschwankungen beim Sport vermeidest. Oft gibt es zu Sport und Ernährung Seminare in Deiner Kinder- und Jugenddiabetologie. Melde Dich dort an, um Deinen Blutzucker auch beim Sport im Griff zu haben. 
  • Mit Ups und Downs umgehen: Es ist ganz normal, Hypoglykämien und Hyperglykämien zu haben. Mach Dich nicht fertig, wenn Dein Blutzucker nicht so gut reguliert ist wie vor der Pubertät. Schwankungen sind normal, sollten aber nicht unbehandelt bleiben. Rede mit Deinem Diabetes-Team und frage nach Tipps und Unterstützung.
  • Technologie für dich nutzen: Schalte alle Mitteilungen Deiner Sensoren- und Pumpenapp ein, damit Du Hypos und Hypers zeitnah mitbekommst und reagieren kannst. 
  • Ausgewogen essen: Hin und wieder Fast Food ist auch bei Menschen mit Typ-1-Diabetes kein Problem. Man sollte es jedoch nicht übertreiben und auch als Teenager auf eine ausgewogene Ernährung achten. 
  • Mit Freund*innen und Familie sprechen: Es ist okay, über Diabetes zu reden und Unterstützung einzufordern. Wichtig ist es, dass die Menschen in Deinem direkten Umfeld wissen, was sie im Falle eines Notfalls zu tun haben. 
  • Vorbereitung ist „Key“: Du willst das erste Mal Alkohol trinken oder überlegst, rauchen auszuprobieren? Informiere Dich gründlich davor im Internet und sprich mit deinem Diabetes-Team. Mehr zu Alkohol und Rauchen findest Du auch auf unserer Webseite. Dass das nicht wirklich gesund ist, weißt Du selbst…
  • Deine Zukunft planen: Schule, Austausch, Gap Year, Reisen – Dein Diabetes ist ein Teil deines Lebens, aber er definiert Dich nicht! 
  • Diabetes-Community: Vernetze und tausche dich online oder über Diabetes-Selbsthilfegruppen mit anderen Menschen mit Typ-1-Diabetes aus. Die Community kann Dir wichtige Tipps geben und Deine Fragen beantworten. Wichtig: Therapieanpassungen solltest Du immer mit Deinem Diabetesteam besprechen. Nur weil jemand auf Instagram etwas empfiehlt, heißt das noch lang nicht, dass das auch für Dich und Deinen Körper funktioniert.

Es mag sich am Anfang überwältigend anfühlen, aber mit jedem kleinen Schritt wirst Du sicherer. Dein Wissen und Diabetes-Selbstbewusstsein gibt Dir die Kontrolle zurück und zeigt Dir, dass Du Dein Leben mit Typ-1-Diabetes aktiv gestalten kannst. Du bist stark und kannst das schaffen!